Sigmaringen/Bad Urach Elsach-Center: Verwaltungsgericht lehnt Eilanträge ab

Sigmaringen/Bad Urach / PETER KIEDAISCH 21.03.2013
Das Verwaltungsgericht Sigmaringen hat die Anträge auf einstweilige Verfügung und sofortigen Stopp der Bauarbeiten am Elsach-Center abgewiesen. Das könnte auch ein Signal sein für die Normenkontrollklage.

Das Verwaltungsgericht Sigmaringen hat die Eilanträge gegen das Elsach-Center zurückgewiesen. Das hat die Stadt Bad Urach gestern mitgeteilt. Die Eilanträge stammen von zwei Anwohnern des ehemaligen Groß-/Quenzer-Areals, auf dem das künftige Elsach-Center im Herbst dieses Jahres eröffnen soll.

Ob dieser Termin eingehalten werden kann, ist nach einigen Verzögerungen im Rahmen der Abbrucharbeiten fraglich, aber derzeit laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Die mehrere hundert Stützpfähle sind in den Boden gerammt, die Rohbauarbeiten beginnen, erste Baugruben sind bereits ausgehoben, die Kräne stehen. "Auf der Baustelle ist mächtig was los", berichtet Bürgermeister Elmar Rebmann. Seit gestern weiß er, dass die Arbeiten ungehindert fortgeführt werden können.

Den Bau über das Sigmaringer Verwaltungsgericht zu stoppen, ist jedenfalls gescheitert. Vorerst zumindest. Lutz Adam, einer der beiden Antragsteller, gibt sich aber noch nicht geschlagen. Auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte er, gestern zwar die Nachricht aus Sigmaringen erhalten zu haben, doch die kommenden Tage werde er zunächst die Begründung studieren und dann zusammen mit rechtsanwaltlicher Unterstützung überlegen, ob der weitere Instanzenweg beschritten werden soll. "Wir wollen sehen, ob das sinnvoll und angemessen ist", so Lutz Adam.

Bad Urachs Bürgermeister Elmar Rebmann indes ist froh über die Entscheidung des Gerichts: "Damit wird auch bestätigt, dass die Verwaltung insbesondere das Bauamt die Sache sauber abgearbeitet hat." Zwar habe das Eilverfahren nichts mit der beim Verwaltungsgerichtshof in Mannheim nach wie vor anhängenden Normenkontrollklage gegen das Bauvorhaben zu tun, doch Elmar Rebmann wertet den Richterspruch aus Sigmaringen diesbezüglich zumindest als richtungsweisendes Signal.