Bad Urach Eine lange Musiknacht mit kurzen Wegen

Bad Urach / JAN ZAWADIL 04.10.2014
Die Musiknacht ist feste Größe in Bad Urach. Am Donnerstagabend zog es deshalb erneut zahlreiche Besucher in die Innenstadt. Und die erlebten mitreißende Musik und ein neuerliches Event der kurzen Wege.

Heiße Rhythmen, harte Riffs und zwischendurch immer wieder sanfte Klänge - die Innenstadt hatte sich am späten Donnerstagabend in eine große Konzertbühne verwandelt. Bei der erneuten Auflage der Live-Musiknacht waren aber nicht nur die unterschiedlichsten Stilrichtungen zu hören, vor allem die Besucher waren bei so viel Abwechslung vom musikalischen Angebot begeistert.

"Es ist gut", erklärte dementsprechend der gebürtige Uracher und jetzige Dettinger Hans-Peter Hennig seinen ersten Eindruck und ergänzte, dass er und seine Bekannten immer wieder zu den Live-Musiknächten kommen würden. Schließlich sei das Pflicht, wenn in Urach mal richtig was los sei. Weil das Event mit seinen Bands und Musikern in acht Locations für richtig gute Stimmung sorge, könnte es solche Veranstaltungen laut Hennig allerdings öfters geben. Zumal die passenden Kneipen und Lokale vorhanden seien.

Dass sich die Musiknacht durchweg wieder hören lassen konnte, war allerdings überall zu erleben. Im Wirtshaus Laurentia spielten zum Beispiel die Lokalmatadoren von "Booghk de Doo" ihren Folk-Rock und begeisterten damit das Publikum, das mal ausgelassen mittanzte, mal etwas ruhiger zu den Klängen mitwippte.

Ebenfalls echte Partystimmung herrschte in der Ratsstube, wo die Band "Frankfort Special" mit hartem, schnellem Rock'n'Roll zum Tanzen animierte und die eigene Energie auf die Gäste übertrug. Nicht anders war es im Café Ruf, wo die stimmgewaltige Formation von "The Love Jones" vor allem den Sound der 1970er-Jahre spielte, oder im Bräustüble, wo "fuenfkommanull" besten Pop und Coverrock boten. Zudem lieferten "the futage" mit Sängerin Mona in Frank's Bar und Lounge, die "Acoustasonixs" im Café Bad 1, "Mort" in der alten Backstube oder "Toni & ElMar" im Zill beste Stücke der großen Rock- und Poplegenden und sorgten mit Oldies, Latino oder Italo-Pop für einen Abend der Extraklasse. "Ich bin sehr zufrieden", meinte Veranstalter Sebastian Hauenstein deshalb mit Blick auf die Musiknacht. Und da habe sich die erstmalige Verlegung des Events auf den 2. Oktober im vergangenen Jahr als richtiger Schritt erwiesen. Dementsprechend soll der Termin künftig beibehalten werden. Dass die Musiknacht mit acht Bands in acht Lokalen die gesunde und richtige Größe besitze, unterstrich Hauenstein ebenfalls. Denn so sei die Musik zwar über die Innenstadt verteilt, die Nacht sei aber trotzdem von kurzen Wegen geprägt, und das sei ja auch das Schöne an dem Uracher Musikevent.

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