Historie Ein Zentrum der Kultur des Erinnerns

Professor Sabrow.
Professor Sabrow. © Foto: Privat
Bad Urach / swp 14.03.2018

Wie verhalten sich dunkle und helle Erinnerung zueinander? Dieser Frage geht Professor Dr. Martin Sabrow in seinem Vortrag am 21. März im Haus auf der Alb in Bad Urach nach. Der renommierte Historiker, Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung in Potsdam und zugleich Professor für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte an der Humboldt Universität zu Berlin, untersucht aktuelle Entwicklungen der Erinnerungskultur.

Für den Vortrag, der um 19.30 Uhr beginnt, öffnet sich das Hauf auf der Alb der interessierten Öffentlichkeit. Der Wissenschaftler spricht im Rahmen der Tagung „Gespaltene Erinnerung? Diktatur und Demokratie an Gedenk­orten und Museen in Baden-Württemberg“, die von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg in Kooperation mit der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus und der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen in Baden-Württemberg (LAGG) veranstaltet wird.

Vernetzung angestrebt

Vertreter der unterschiedlichen Gedenkorte in Baden-Württemberg kommen hierzu am 21. und 22. März in Bad Urach zu einem Austausch der Blickwinkel, Forschungsansätze und Vermittlungskonzepte zusammen. Die Tagung führt – als erstes Vernetzungsangebot in dieser Form – die Aktiven aus den unterschiedlichen Sphären der Erinnerungskultur, aus Gedenkstätten für die Opfer der Nationalsozialisten ebenso wie aus Erinnerungsstätten der Demokratiegeschichte, zusammen.

Charakteristisch für Baden-Württemberg ist eine weitverzweigte Gedenkstättenlandschaft. Etwa 70 Gedenkstätten in zivilgesellschaftlicher oder kommunaler Trägerschaft halten die Verbrechen der Nationalsozialisten im Bewusstsein. Zugleich ist der Südwesten mit seinen zahlreichen Erinnerungsstätten der Demokratiegeschichte eine Art Epizentrum des Erinnerns an Demokratie in Deutschland.

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