Dettingen Ein vorbildliches Miteinander

Die Besucher des Diakonie-Festivals ließen sich vom Wetter nicht unterkriegen.
Die Besucher des Diakonie-Festivals ließen sich vom Wetter nicht unterkriegen. © Foto: Thomas Kiehl
Dettingen / Peter Swoboda 23.07.2018

Bei strahlendem Sonnenschein feierten die Besucher des Diakonie-Festivals auf dem Hof der Dettinger Uhlandschule den ökumenischen Gottesdienst. Als dieser beendet war, kam der Regen zurück.

Waren die Bänke auf dem Schulhof während des Gottesdienstes noch voll besetzt, drohte sich das Ganze mit dem Einsetzen des Regens zu verlaufen. Ganz so schlimm kam es dann freilich nicht. „Wir lassen uns von dem Regen nicht unterkriegen“, sagte denn auch Gerhard Droste, bei der Bruderhaus-Diakonie Leiter der Geschäftsfelder Arbeit und berufliche Bildung. So sahen es wohl auch die meisten der Besucher.

Etwas Besonderes

Zum Schutz der Gäste hat der Veranstalter viele Schirme aufgestellt unter denen man in Ruhe essen und trinken konnte. In Dettingen stellt das Diakonie-Festival laut Gerhard Droste etwas Besonderes dar. Hier engagieren sich viele örtliche Vereine und Schulen.

Auch der türkische Verein hatte einen Stand auf dem Rathausplatz. Gleichfalls dabei waren der CVJM, die Metzinger Arbeitsinitiative bis hin zu den Dettinger Ziegenfreunden. Besonders hervorheben möchte er das Engagement der evangelischen Kirchengemeinde.

Dies alles sei wichtig für den Zusammenhalt. Dies haben auch  der Vorstandsvorsitzende der Bruderhaus-Diakonie, Pfarrer Lothar Bauer und Dettingens Bürgermeister Michael Hillert bei ihrer jeweiligen Begrüßungsrede herausgestellt. „Ein funktionierendes Miteinander“, so Gerhard Droste weiter, „ist wichtig für ein funktionierendes Gemeindeleben.“ Sprach’s und lobte das „unglaubliche Engagement“ der Dettinger.

Dieses Engagement hat freilich auch einen historischen Hintergrund, auf den Lothar Bauer hingewiesen hatte. Vor 160 Jahren baute Gustav Werner in Dettingen die Papierfabrik. „Gustav Werner“, sagt Gerhard Droste, „war damals sehr wichtig für das Gemeindeleben.“

Im Mittelpunkt des Diakonie-Festivals steht das Miteinander und die Begegnung. Deshalb wird es laut Droste auch mitten in der Gemeinde gefeiert. Die Menschen mit Handicap, ältere Menschen und Langzeitarbeitslose, sollen sich mit anderen mitten im Leben treffen. „Eben da“, so Gerhard Droste, „wo man sonst auch ist.“

Auf der Bühne

Pünktlich um 12 Uhr mittags begann das Programm auf der Bühne, die im Schulhof aufgebaut war. Den Reigen der Darbietungen eröffneten die Ermstalmusikanten. Es folgten Auftritte des Chors „Canta Domino“ der evangelischen Kirchengemeinde Dettingen, des Harmonika-Clubs, des Liederkranzes und der Singgemeinschaft „Vocal Affair“. Kinder  der Schillerschule hatten eine Zirkusnummer einstudiert, die beim Publikum sehr gut ankam.

Abends sorge dann die St. Johanner Mundart-Band „D’Alb-Dudler“ für Stimmung. Ihr Repertoire besteht aus einer Mischung von Schlagern, Rock-Klassikern, Fetenhits und Volkstümlichem. Zuletzt machte die Formation als Sieger der Hiparade des Radiosender SWR 4 von sich reden. Ihr aktueller Hit heißt: „Solange mein Herz schlägt, werde ich dich lieben.“

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Mal schon wurde das Diakonie-Festival  der Bruderhaus-Diakonie gefeiert. Beim ersten Mal 2002 wurde das 50-jährige Bestehen von Haus am Berg in Bad Urach begangen.

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