Dettingen Ein Fest der Begegnung

Die Veranstalter und Akteure des Diakonie-Festivals rollen schon mal das Plakat auf dem Dettinger Rathausplatz aus: Am 22. Juli wird dort gefeiert.
Die Veranstalter und Akteure des Diakonie-Festivals rollen schon mal das Plakat auf dem Dettinger Rathausplatz aus: Am 22. Juli wird dort gefeiert. © Foto: Christina Hölz
Christina Hölz 12.07.2018

Wenn jemand für das Leben in einer Gemeinde steht, dann sind das Vereine, Musiktreibende und Schulen. Wenn sich ein Platz zum Feiern anbietet, dann ist das die Ortsmitte, und wenn es verbindende Elemente gibt, sind das Lieder, Klänge und leckeres Essen. Alles zusammen bietet die Reutlinger Bruderhaus-Diakonie gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde Dettingen und vielen Gruppen und Vereinen am Sonntag, 22. Juli, auf dem Dettinger Rathausplatz. Beim Diakonie-Festival gibt’s aber nicht nur Platzkonzerte für die Besucher. Wer zwischen den Ständen schlendert, erfährt auch einiges über die Einrichtungen der Bruderhaus-Diakonie.

Der Sozialdienstleister stellt sich vor. Das ist ein Ziel des Festes, das seit dem Jahr 2002 regelmäßig in verschiedenen Ermstalgemeinden gefeiert wird. Das zweite wichtige Anliegen der Veranstalter ist die Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Handicap. Die Männer und Frauen, die in den Einrichtungen der Bruderhaus-Diakonie leben, sollen „dort versorgt sein, wo sich das Leben abspielt“, sagt Gerhard Droste, bei der Bruderhaus-Diakonie Leiter der Geschäftsfelder Arbeit und berufliche Bildung. Gerade in Dettingen betreut das Sozialunternehmen viele Wohngruppen. So ist es nur logisch, dass dort gefeiert wird, wo das Miteinander ohnehin schon funktioniere, sagt auch Johannes Schneider, Fachbereichsleiter der Behindertenhilfe Ermstal.

Symbolisch dafür auch die Fest-Liaison mit der evangelischen Kirchengemeinde und den Dettinger Vereinen: Wo die Veranstalter anfangs noch auf Stars wie die Gruppe „Fools Garden“ oder den verstorbenen Schwaben-Rocker Wolle Kriwanek setzten, bestreiten am 22. Juli ausschließlich  Dettinger Gruppen und Chöre das Programm  auf der Festbühne.

Zum Ablauf: Nach der Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden der Bruderhaus-Diakonie, Pfarrer Lothar Bauer, und Dettingens Bürgermeister Michael Hillert halten katholische und evangelische Seelsorger einen ökumenischen Gottesdienst auf dem Hof der Uhlandschule. Danach zeigt der eigens für das Fest gegründete inklusive Projektchor mit CVJM-Posaunenbläsern und Mitarbeitern sowie Klienten der Bruderhaus-Diakonie, was sie in den vergangenen Wochen unter der Leitung von Hans-Joachim Eissler und Martin Straßer einstudiert haben.

Auf der Bühne geht es dann ab 12 Uhr weiter mit Musik: Die Ermstalmusikanten, der Chor Cantate Domino der evangelischen Kirche Dettingen, Harmonika-Club, Liederkranz und die Singgemeinschaft Vocal Affair sorgen für den guten Ton. Kinder der Schillerschule haben eine Zirkusnummer einstudiert, abends wird’s dann schwäbisch-partytauglich: Die St. Johanner Mundart-Band D’Alb-Dudler bietet eine Mischung aus Fetenhits, Schlagern, Rock-Klassikern und Volkstümlichem. Derzeit macht die Formation um Robert Dorn, den ehemaligen Sänger und Leadgitarristen der Tanzband „Point“, als Sieger der Hitparade des Radiosenders SWR 4 von sich reden. Aktueller Hit: „So lange mein Herz schlägt, werde ich Dich lieben.“

Neben dem musikalischen Teil gibt’s eine Backaktion von Bruderhaus-Mitarbeiterin mitsamt Autogrammen und Anekdoten des Dettinger Schauspielers Winfried Wagner (Laible und Frisch). Mit Informationen und Leckereien haben außerdem  Vereine und Institutionen ihre Stände bestückt.

Vom CVJM Dettingen über den türkischen Verein und die Metzinger Arbeitsinitiative bis hin zu den Ziegenfreunden sind sie vertreten. Die Bruderhaus-Diakonie hält Informationsmaterial an ihren Ständen bereit, Ansprechpartner sind vor Ort.

Mit Gottesdienst und Musik

Das Diakonie-Festival in Dettingen beginnt am Sonntag, 22 Juli, um 10 Uhr, mit einem ökumenischen Gottesdienst auf dem Hof der Uhlandschule. Anschließend Bühnenprogramm.

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