Bempflingen Ein Dankeschön für die Bevölkerung

Viele der Herbstfestbesucher ließen sich das Essen aus der Feuerwehrküche schmecken.
Viele der Herbstfestbesucher ließen sich das Essen aus der Feuerwehrküche schmecken. © Foto: Mara Sander
Bempflingen / Mara Sander 05.10.2018

Wiederbelebungsversuche gab es einige beim Herbstfest der Bempflinger Feuerwehr am Tag der Deutschen Einheit im und am Feuerwehrgerätehaus, allerdings nur zur Übung. Die „Malteser“-Ortsgruppe Bempflingen, in der viele Feuerwehrleute „First Responder“ und Rettungssanitäter sind, zeigte, wie im Notfall richtig wiederbelebt wird und hatte dazu auch den Defibrillator im Einsatz.

Dabei stellten einige Besucher fest, dass eine Auffrischung ihrer Erste-Hilfe-Kenntnisse sinnvoll wäre, um im Notfall helfen zu können. Dafür gibt es Kurse, zum Beispiel für Anfänger am 10. November in Schlaitdorf.

Natürlich lockte auch die Fahrzeugschau viele Besucher an, ebenso wie die Spielstationen für Kinder, die von der Jugendfeuerwehr betreut wurden. Doch ein ganz wichtiges Argument für einen Spaziergang oder Ausflug sind die Angebote aus der Feuerwehrküche, die unter anderem Schweinehals aus dem Backofen und besonders auch die „Gemüsetaler“ mit einem Dip nach Feuerwehrrezept zu bieten hatte.

„Wichtig sind uns familienfreundliche Preise, denn das Herbstfest soll vor allem ein Dank an die Bevölkerung sein, für Unterstützung und auch dafür, dass viele unsere Ratschläge zur Sicherheit befolgen“, lobte Kommandant Martin Neumann die Bempflinger, die zahlreich kamen. Schon zur Mittagszeit waren es mindestens 500 Besucher, deren vorrangige Argument waren, „dass man nicht kochen muss, und das Essen hier sehr gut ist, dass man Leute trifft und etwas für die Feuerwehr tun kann.“ Die musikalische Unterhaltung durch „Stadlsound“ gefiel außerdem, denn die Musik war nicht zu laut, aber dafür eine gute Untermalung. Die vielen ehrenamtlichen Helfer, darunter auch Bürgermeister Bernd Welser, hatten alle Hände voll zu tun mit der Bewirtung, aber die Feuerwehrleute sind ja ganz anderen Stress gewohnt und freuten sich über den großen Besucherandrang.

„Damit hatten wir nicht gerechnet, weil ja überall was los ist, umso mehr freuen wir uns, dass die Menschen gerne zu uns kommen“, so der Kommandant, der auch Feuerwehren aus anderen Orten begrüßen konnte.

„Gott sei Dank, dass wir in diesem Jahr bisher von vielen Einsätzen verschont geblieben sind, aber schon ein schwerer Unfall oder ein Brand sind zu viel, nicht wegen der Arbeit, sondern weil dahinter immer Schicksale stehen“, sagte er zu den bisher „nur“ elf Notrufen, davon zwei technische Hilfeleistungen bei sehr schweren Unfällen.

Das Löschen von Bränden ist auch in Bempflingen nicht mehr der Hauptgrund für die Alarmierung, sondern die vielfältige technische Hilfeleistung bei Unfällen. Alle Szenarien werden regelmäßig geprobt, denn im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen und der Teamgeist stimmen. Jeder muss sich auf den anderen bedingungslos verlassen können, um optimal helfen zu können. Das klappt erfahrungsgemäß auch in Bempflingen. Ein kleines Problem gibt es aus einem ganz anderen Grund: Wegen der zunehmend vielen „Gaffer“ an Unglücksstellen müssen auch noch Sichtschutzwände, in den ohnehin schon vollbeladenen Fahrzeugen, mitgenommen werden. Die Platzverhältnisse in den Fahrzeugen sind genau ausgeklügelt und die Beladung auf die örtlichen Verhältnisse abgestimmt.

Bisher waren solche Sichtschutz wände kaum nötig. Jetzt müssen bei fast jedem Einsatz einige Feuerwehrleute sozusagen einen „Abschirmdienst“ übernehmen, und zwar gegen uneinsichtige „Gaffer“, die auch Fotos machen wollen.

500

Besucher waren mindestens auf dem Herbstfest, das die Freiwillige Feuerwehr Bempflingen veranstaltet hat. Sie nutzten den Tag auch, um sich über Erste Hilfe zu informieren.

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