Bad Urach DLRG hat Grund zu feiern

In der Kreissparkasse zeigt eine Ausstellung, wie sich die DLRG in den vergangenen 50 Jahren entwickelt hat. Auch Übungs- und Ausrüstungsgegenstände der Rettungsschwimmer sind zu sehen. Zur Eröffnung der Schau sind zahlreiche Gäste gekommen.
In der Kreissparkasse zeigt eine Ausstellung, wie sich die DLRG in den vergangenen 50 Jahren entwickelt hat. Auch Übungs- und Ausrüstungsgegenstände der Rettungsschwimmer sind zu sehen. Zur Eröffnung der Schau sind zahlreiche Gäste gekommen. © Foto: Kirsten Oechsner
Bad Urach / Kirsten Oechsner 25.06.2018

Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) ist die größte freiwillige Wasserrettungsorganisation weltweit, ein Teil dieses großen Ganzen ist die Uracher Ortsgruppe: Vor nunmehr 50 Jahren wurde sie offiziell gegründet. Doch entsprechende Aktivitäten rund ums Schwimmen gab’s bereits ab 1958, damals wurde ein Stützpunkt des Bezirks Oberer Neckar in der Kurstadt eingerichtet. Seither wird ein Wachdienst im Freibad ausgeübt, bald nahmen die Uracher auch an Schwimmwettkämpfen teil, ab 1967 wurde Schwimmunterricht erteilt und 1968 folgte dann die Eigenständigkeit als Ortsgruppe. Bis zum 11. Juli bietet eine Jubiläums-Ausstellung im Foyer des Kreissparkasse nun die Möglichkeit, tief in die Historie ein zu tauchen, in die der Ortsgruppe und der Wasserrettung insgesamt.

Für die älteren Besucher ist’s eine ganz persönliche Zeitreise, der Gang entlang der Fotowand weckt zahlreiche Erinnerungen: An Feste und Ausflüge, Übernachtungen im Bad oder Mutschelabende, Wanderungen und Silvesterpartys. Denn eines gilt einst wie heute: Die DLRG-Ortsgruppe zeichnet sich durch eine große Kameradschaft aus, die über die vielfältigen Kernaufgaben Schwimmausbildung, Aufklärung und Wasserrettungsdienst hinausgeht. Und wo trotz des verantwortungsvollen Ehrenamtes auch ein geselliges Zusammensein herrsche, fühlt man sich laut Bürgermeister Elmar Rebmann wohl: „Sie schaffen es immer wieder, auch junge Menschen für die Arbeit im Verein zu gewinnen“, sagte er bei der Ausstellungseröffnung. Dadurch sei es der DLRG-Ortsgruppe möglich, eine wichtige Tradition fortzuführen: „Sie sind aus dem gesellschaftlichen Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken, und sie sind im Bewusstsein der Menschen verankert.“

Ehrenamtlicher Wachdienst

Denn trotz aller Feste, Feiern und anderer geselliger Aktivitäten hat sich eines nicht geändert: Die DLRG kümmert sich um die Sicherheit der Menschen. Das beginnt mit dem Schwimmunterricht, unzählige Jungen und Mädchen haben bei der DLRG mit Stolz ihr Seepferdchen gemacht und blieben vielfach der Ortsgruppe danach für längere Zeit treu: „Gerade diese Kurse sind extrem wichtig und notwendig“, unterstrich Rebmann. Außerdem absolvieren die DLRG’ler regelmäßig einen ehrenamtlichen Wachdienst im Höhenfreibad: „Die stehen aber nicht nur am Beckenrad herum“, korrigiert Rebmann einen möglichen Eindruck. „Dafür ist viel Fortbildung notwendig.“ Sein Fazit: „Es ist toll, dass es trotz aller gesellschaftlicher Trends immer noch Menschen gibt, die sich engagieren.“

Zwei Slogan stehen für die Arbeit der DRLG insgesamt, wie Vorsitzender Jürgen Buchfink den zahlreichen Gästen erläuterte: „Wir retten ehrenamtlich und machen Wasserfreizeit sicher.“ Die Bad Uracher Ortsgruppe hat im Jubiläumsjahr einen weiteren hinzugefügt: „Damals und heute – immer aktiv!“ Die Ausstellung gibt einen Überblick über die internen Veranstaltungen und Aktivitäten, so Buchfink. Gleichzeitig soll den Besuchern verdeutlicht werden, wie sich das Equipment in den vergangenen fünf Jahrzehnten geändert hat: Für Beatmungsübungen gab es früher beispielsweise eine unhandlich-schwere Puppe, heute wird es wichtig, den Umgang mit einem Defibrillator zu trainieren. 

Den Wandel der Zeit verdeutlichte auch die Kleidung der Mitglieder von heute: Sie trugen verschiedene DLRG-Bekleidungen aus den vergangenen 50 Jahren. Ab dem kommenden Jahr werden die Rettungsschwimmer ihren Dienst im Freibad in knalligem Rot mit gelben Elementen und ausgestattet mit Sonnenhut, Brille und anderen Utensilien schieben. Ein bisschen cooler Baywatch-Stil darf sein, ansonsten ist bei den rund 60 Aktiven mit Blick auf ihr verantwortungsvolles Ehrenamt Bodenständigkeit angesagt.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel