Riederich Die Tage werden wieder kürzer

Optimale äußere Bedingungen haben beim Sonnwendfeuer des Schützenvereins Riederich für viele Zuschauer gesorgt.
Optimale äußere Bedingungen haben beim Sonnwendfeuer des Schützenvereins Riederich für viele Zuschauer gesorgt. © Foto: Mara Sander
Riederich / Mara Sander 18.06.2018

Böllerschüsse von insgesamt 30 Schützen aus den eigenen und befreundeten Vereinen und eine scheinbare Rauchfahne machten am Samstagabend weithin hör- und sichtbar, dass am Riedericher Schützenhaus die traditionelle Sonnwendfeier begann.

Und Böller verkündeten außerdem bei Anbruch der Dunkelheit, dass nun das Sonnwendfeuer angezündet wurde. Während sich schon lange vorher die Menschen zum gemütlichen Hock trafen bei bester Bewirtung durch den Schützenverein Riederich, kamen zum großen „Feuerzauber“ viele weitere Besucher, denn die Flammen, die hoch in den Himmel züngelten, wollten sich viele nicht entgehen lassen. Dafür durften auch kleine Kinder aufbleiben oder hatten vorsorglich einen Mittagsschlaf halten müssen, um nicht übermüdet zu sein.

Die Schätzungen, wie hoch die Flammen des vielleicht zehn Meter hohen Holzstapels auf der Wiese am Schützenhaus in den Himmel züngelten, waren sehr unterschiedlich und reichten von 20 Meter bis „30 Meter ist zu wenig, das sind bestimmt 40 oder mehr“. Darum ging es aber nicht wirklich, sondern noch interessanter war die Interpretation über die Flammenformen. „Guck mal, ein richtiger Feuergeist“ war da ebenso zu hören wie „das sieht aus wie eine Hexe“ oder „Das ist ja ein richtiger feuerspeiender Drachen.“ Der Phantasie waren bei dem Flammenspiel keine Grenzen gesetzt und die Stimmung sehr gut.

Aber es gab auch einen kleinen Wermutstropfen, „weil die Tage jetzt wieder kürzer werden, obwohl Sommer ist“, lauteten einige Kommentare mit dem Bedauern, wie schnell doch die Zeit vergehe. Für alle, die feierten, verging natürlich diese Zeit auch viel zu schnell, denn es war sehr gemütlich bei idealen Temperaturen.

Seit fast 20 Jahren wird in Riederich die feurige Sonnenwende gefeiert, zunächst zweitägig mit dem Schützenwettbewerb „Junior Team Cup“, und in den letzten Jahren einfach nur als Treffpunkt netter Menschen, denen ein Grillfeuer vermutlich zu klein ist.

Das ist natürlich nur möglich, weil viele Schützen ehrenamtlichen Dienst für die Bewirtung machen, vor allem alles organisieren, auf- und abbauen und für die Sicherheit trotz Feuer sorgen. Feuerwehrkommandant Harald Hacker überzeugte sich persönlich davon, dass fachgerecht „gezündelt“ wurde und das Feuer jederzeit unter Kontrolle war.

Natürlich macht die Hitze in Flammennähe durstig, so dass das Team um Vorstandsmitglied Michael Tschetsch am Zapfhahn viel zu tun hatte, denn ein kühles Bier vom Fass gehört einfach dazu wie Romantik- und Abenteuergefühl beim Prasseln des Sonnenwendfeuers.

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