Ortschaftsrat Die Sperrung der Steige macht Sorgen

Arbeiten für die Zukunft Wittlingens: Im Ortschaftsrat wird viel geleistet, um die kommunalpolitischen Belange des Bad Uracher Teilortes effektiv zu vertreten. Einmal im Jahr wird Bilanz gezogen.
Arbeiten für die Zukunft Wittlingens: Im Ortschaftsrat wird viel geleistet, um die kommunalpolitischen Belange des Bad Uracher Teilortes effektiv zu vertreten. Einmal im Jahr wird Bilanz gezogen. © Foto: Kirsten Oechsner
Kirsten Oechsner 27.12.2017
Bei seiner letzten Sitzung des Jahres zog der Wittlinger Ortschaftsrat eine Bilanz. Ein Punkt: Die Hallensanierung.

Zahlreiche bauliche Aktionen, aber auch ein weiterhin hohes Maß an ehrenamtlichen Engagement ließen Wittlingens Ortsvorsteher Horst Vöhringer bei der letzten Ortschaftsratssitzung zufrieden auf das noch nicht ganz abgelaufene Jahr zurückblicken. Nicht ganz glücklich ist er wegen der unvermeidlichen Sperrung der Wittlinger Steige vom Frühjahr bis in den Herbst: „Mein Ziel ist die Aufrechterhaltung des Linien- und des Schulbusverkehrs“, teilte der Ortsvorsteher den Ortschaftsräten mit.

Die hatten sich 2017 zu vier nichtöffentlichen und acht öffentlichen Sitzungen getroffen, die letzte fand traditionell am Donnerstag vor Weihnachten im Feuerwehrstüble statt – ein gemeinsames Abschlussessen inklusive. Doch bevor die Ortschaftsräte in gemütlicher Runde ein bewegtes Jahr abschlossen, stand die Diskussion über kommunalpolitische Themen an. Unter anderem beschäftigten sich die Ortschaftsrat-Mitglieder mit einem Baugesuch oder auch mit der Bewerbung der Stadt Bad Urach für die kleine Landesgartenschau.

Landesgartenschau bewegt

Die Frage, die dabei bewegt: Wie können sich die Stadtteile bei dem Projekt in der Kernstadt einbringen und welche Nutzen sie von der Veranstaltung haben. Angesprochen wurde auch das Dauerthema Schneeräumung, wobei Horst Vöhringer auch hier recht positives berichten konnte: „Im Ort scheinen die meisten damit zufrieden zu sein, es sind jedenfalls noch nicht viele Beschwerden aufgelaufen“, teilte er mit. Lediglich eines sei einigen Wittlingern aufgefallen: Die Steige werde schlechter und auch später geräumt als in den Vorjahren.

Wenn sie wegen Bauarbeiten erneut monatelang gesperrt ist, sind die Wittlinger wieder gezwungen, längere Wege zu fahren. Über die Details wird sich Ortsvorsteher Vöhringer demnächst mit Vertretern des Landratsamtes sprechen. Er hoffe, dies sei in Wittlingen möglich: „Dann kann man sich vor Ort gleich umschauen.“

Die Steige ist Lebensader des Uracher Stadtteils. Ein Dreh- und Angelpunkt des dörflichen Lebens ist die Turn- und Festhalle: 2017 ging’s mit dem ersten Abschnitt der Sanierung los, es wurden seither rund 1,2 Millionen Euro verbaut – neu sind eine Pelletheizung und eine Lüftungsanlage mit Wärmetauscher, damit einhergehend eine neue Dachkonstruktion inklusive Solaranlage mit Heizungsunterstützung. Nicht zu vergessen sind der Vollwärmeschutz, die neuen Fenster und Türen sowie die Glaselemente. „Dieser erste große Posten an Sanierungsarbeiten wird mit dem Einbau einer neuen Schließanlage bald abgeschlossen sein“, so Vöhringer.

 Angelehnt an das Shakespeare-Zitat „die Arbeit, die uns freut, wird zum Vergnügen“ hatten die Wittlinger laut Ortsvorsteher Vöhringer in der Tat viel Vergnügen: So wurden die Falken- und Adlerstraße mit einem neuen Belag versehen, die Fischburgstraße wurde ausgebaut und der Höhenweg neu geteert. Auch wurde die Mulde auf dem Häckselplatz tiefer gelegt: „Jetzt ist der Einwurf des Grünguts deutlich komfortabler.“ Nicht zuletzt wurde im Baugebiet Bühl rege gebaut, aber: „Eine moderate Erweiterung der bereits überplanten Fläche wäre wünschenswert“, machte der Ortsvorsteher deutlich. Das gelte auch für das Gewerbegebiet: „Erste Gespräche mit dem Regierungspräsidium wurden bereits geführt.“

Positiv fiel auch der Blick in die Zukunft aus, wobei Vöhringer ausdrücklich für die Entscheidungen des Gemeinderats dankbar sei: Im Etat sind 70 000 Euro für die Sanierung des Schulhofes eingestellt, 125 000 wurden im Vorgriff auf 2018 genehmigt: „Damit kann er nächstes Jahr in einem Stück saniert werden.“ Besonders erfreulich sei der Bau einer Bushaltestelle im Talweg.

Neues Feuerwehrfahrzeug

Freude auch bei der Freiwilligen Feuerwehr, die einen neuen VW-Bus mit Allradantrieb erhält. Ungebrochen hoch ist das ehrenamtliche Engagement der Wittlinger in den verschiedensten Bereichen, dafür wolle er sich als Ortsvorsteher ausdrücklich bedanken. Die insgesamt positive Stimmung unterstrich auch der stellvertretende Ortsvorsteher Markus Schmid: „Wir haben viel bewegt und es wird auch in Zukunft vieles in Bewegung bleiben.“