Bad Urach Die Arbeit geht nicht aus

Bürgermeister Rebmann mit Geehrten des Verschönerungsvereins. Foto: Schmied
Bürgermeister Rebmann mit Geehrten des Verschönerungsvereins. Foto: Schmied
Bad Urach / GUDRUN SCHMIED 18.11.2013
Mit einem Schwäbischen Abend begingen Mitglieder, Freunde und Förderer das zehnjährige Bestehen des Verschönerungsvereins Bad Urach.

Genau genommen sind zehn Jahre noch nicht unbedingt ein Anlass für eine große Feier. Beim Verschönerungsverein Bad Urach (VVU) wurde dieses Jubiläum trotzdem mit rund 140 Gästen gefeiert, denn der Uracher Verschönerungsverein sieht sich in der Tradition des 1874 gegründeten Vorgängervereins, der bis zum Jahre 1934 Bestand hatte. Eine Neugründung damals nach dem Krieg misslang, erst im Jahr 2003 konnte Gerhard Schwenninger, der dem Verein bis heute vorsteht, den Verschönerungsverein mit 35 Mitstreitern neu gründen.

Heute hat der Verein 300 Mitglieder, eine Zahl, die Erhard Bruckmann, den Vorsitzenden des befreundeten Verschönerungsvereins Stuttgart, fast mit Neid erfüllte. Vor allem aber hat man in den vergangenen zehn Jahren in Urach einiges geschaffen. Es wurden Denkmäler saniert, Wege gerichtet und Brunnen auf Vordermann gebracht. Vor allem die Himmelsleiter zum Haus auf der Alb, der Espachbrunnen oder das wieder sichtbar werden der Sprungschanze in der Zittelstatt waren Werke des Vereins. Daneben hat man sich ein schönes Vereinsheim in Merzhausen geschaffen und eine Vielzahl an Kleindenkmalen auf Uracher Markung erfasst. Besonders hoch einzuschätzen, bestätigte auch Bürgermeister Elmar Rebmann, sei die Arbeit der Blumenfrauen, die im Sommer die Pflanzkübel und Blumenbeete pflegen.

Rebmann dankte den Vereinsmitglieder für das Geleistete, das "Urach immer noch schöner mache", damit sich Bürger und Gäste wohl fühlen. Die von der Arbeitsgruppe des Vereins geleisteten Stunden entsprächen etwa 190 Arbeitstage pro Jahr, was vom Bauhof nicht zu erbringen sei. Er wünschte der Stadt in Zukunft den gleichen Einsatz des Vereins und überbrachte die Nachricht, dass der städtische Zuschuss auch 2014 fließen werde. Außerdem versprach er, im Frühjahr einen Baum als Anerkennung für den Verein pflanzen zu lassen.

Seit einigen Jahren besteht ein Kontakt zum Verschönerungsverein Stuttgart, der mit einer Delegation am Jubiläumsabend teilnahm. In ganz Baden-Württemberg, so hatte Bruckmann recherchiert, habe es nach dem Krieg keine weitere Neugründung eines Verschönerungsvereins gegeben. Für die in Urach geleistete Arbeit zollte er höchsten Respekt. vor allem für die Katalogisierung der Kleindenkmale. Dieses Projekt habe sein Verein inzwischen für Stuttgart übernommen.

Die Feier wurde von einer Musikgruppe um Horst Adam musikalisch umrahmt, Willy Teufel blickte, auch in Gedichtform, auf die Geschichte des VVU.

19 Gründungsmitglieder konnten im Rahmen der Feier geehrt werden. Walter Buck, Norbert Bühl, Albrecht Kling, Eugen Kramer, Karl-Georg Lotz, Lore Maurer, Doris und Ulrich Notz und Wolf-Dieter Reißner waren von Anfang an dabei, ebenso wie Eugen Riedl, Rudi Schmid, Eckart Schweizer, Gerhard und Heide Schwenninger, Willy Teufel, Michael Theisselmann, Karl-Heinz Ulbricht, Norbert Widiner und Erich Winter.