Bad Urach Der beliebte Treffpunkt am Nachmittag

© Foto: Kirsten Oechsner
Bad Urach / KIRSTEN OECHSNER 29.11.2013
Das Angebot kommt seit vielen Jahren an, die Glühweinhütte auf dem Marktplatz ist in der Vorweihnachtszeit ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt: Seit Donnerstagabend hat sie wieder geöffnet.

Die Stimmung war mit Blick auf den hell erleuchteten Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz festlich, die Vorfreude der knapp 50 Besucher fast so groß wie am Weihnachtsfest selbst: Am Donnerstag öffnete die Glühweinhütte wieder, bis 22. Dezember kann man sich dort bei Kirschglühwein oder Punsch, Saiten und Schmalzbrot gemütlich niederlassen – und das zum ersten Mal in der Tat sitzend. Das Dekorationsteam mit Rosemarie und Peter Stiefel an der Spitze hat über die üblichen Stehtische hinaus zum ersten Mal eine gemütliche Sitzmöglichkeit für zwei geschaffen: Wer möchte, kann sich’s auf einem alten, mit Fellen ausgelegten Schlitten gemütlich machen. Die sowieso schon heimelig-stimmungsvolle Dekoration wurde um einige liebevolle Details erweitert: So hat Rosemarie ein Tier kreiert, das von ihr lachend als „Bad Uracher Rentier“ bezeichnet wird, auch sind rund um die Glühweinhütte zahlreiche Holzschlitten und kleine Feuerstellen platziert.

Zum inzwischen vierten Mal hat der Verschönerungsverein die Bewirtung der Glühweinhütte übernommen, die einst von Bad Urach initiiert und lange Zeit gemeinsam betrieben wurde. Für die Organisation ist federführend das Ehepaar Stiefel verantwortlich, an jedem Öffnungstag kümmert sich ein neu zusammengestelltes Team um die Besucher. Für den stellvertretenden Bürgermeister Dietmar Schrade ein ehrenamtlicher Dienst, der das gesellschaftliche Leben der Stadt erheblich bereichert: „Hier herrscht eine ganz besondere Stimmung, um die uns so manche Nachbargemeinde beneidet.“

In der Tat hat sich die Glühweinhütte zu einem beliebten Treffpunkt am späten Nachmittag beziehungsweise frühen Abend entwickelt – es ist immer etwas los, auch wenn’s schneit oder kalt ist. „Ich habe mich letztes Jahr hier immer wieder mit Kollegen nach Feierabend getroffen“, erklärt eine Besucherin und genießt den ersten Glühwein des Jahres – weitere werden sicherlich folgen. Und manche Besorgungen werden von dem ein oder anderen in den nächsten Wochen erst mit Einbruch der Dunkelheit erledigt, um im Zuge des Einkaufs an der Glühweinhütte einen Zwischenstop einzulegen: „Ich gehe erst später als sonst zum Bäcker oder Metzger“, gesteht eine Frau.

Jung und Alt kommt an der Glühweinhütte zusammen: Großeltern laden ihre kleinen Enkel zum Punsch und die älteren zum Glühwein ein, ganze Familien lassen dort den Arbeitstag ausklingen oder läuten einen gemütlichen Abend ein und so manch vom Angebot überraschter Kurgast entscheidet sich spontan für ein Päuschen bei einem Heißgetränk.

Möglich sei das Angebot, so Verschönerungsvereins-Vorsitzender Gerhard Schwenninger, durch das Entgegenkommen und die Unterstützung der Stadt. Und die Mitglieder des Vereins würden zwar viel Zeit investieren, aber der Dienst mache laut einer Helferin auch Spaß: „Man sieht immer Menschen und hat etwas zum schwätzen.“ Gelegenheit dazu gibt’s oft: Die Glühweinhütte ist bis 22. Dezember von 17 bis etwa 20 Uhr sowie samstags von 9 bis 12 Uhr geöffnet.

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