Bad Urach Bühne frei für junge Talente

In der Festhalle hatten Jugendliche die Chance, ihre musikalischen Talente zu präsentieren.
In der Festhalle hatten Jugendliche die Chance, ihre musikalischen Talente zu präsentieren. © Foto: Jan Zawadil
JAN ZAWADIL 29.07.2014
Bei der Talentshow des Fachdiensts Jugend, Bildung und Migration der Bruderhaus-Diakonie in der Festhalle konnten sich Jugendliche von einer besonderen Seite zeigen. Dafür gab es viel Applaus.

Der Alltag der Jugendlichen, die auf Hilfe des Fachdienstes Jugend, Bildung, Migration der Bruderhaus-Diakonie angewiesen sind, gestaltet sich nicht immer einfach. Während der vergangenen zwei Jahre konnten sie allerdings mit finanzieller Unterstützung der Paul-Lechler-Stiftung sowie in Kooperation mit der Wilhelmschule und der Gemeinschaftsschule ihre musischen Talente ausbauen. Am Freitagabend präsentierten sie in der Festhalle vor mehr als 250 Zuschauern die viel beklatschten Früchte ihrer Arbeit.

Mit klassischem Gitarrenspiel oder Gesang überraschten die rund 50 Jugendlichen, die sich auf die Bühne wagten, ihr Publikum. Standen doch nicht nur die lauten Töne, sondern unter anderem Flamenco oder der "Tanz der Schwäne" auf dem Programm.

Während die Künstler auf der Bühne brillierten, waren die Eltern besonders stolz auf ihre Kinder. So auch der Uracher Piero Masino, der dem Auftritt seiner Tochter Vanessa mit gezücktem Foto-Handy entgegenfieberte.

Vor dem Start des Programms erklärte Christa Herter-Dank, Bereichsleiterin des Fachdienstes der Bruderhaus-Diakonie, die Intension der Talentshow. Denn: "Die Jugendlichen haben viele Talente, die sie sonst nicht immer zum Ausdruck bringen können." In der Beratungsstelle werde jedoch deutlich, was sie beispielsweise außerhalb der Schule alles erleben. Dass das oft genug keine positiven Erfahrungen sind, zeige die Notwendigkeit der Unterstützung. Wobei es oftmals die Familienverhältnisse sind, die den Jugendlichen das Leben erschweren. Weshalb trotz der Schwierigkeiten in den Familien für Besucher bis zehn Jahre ein Euro und für Besucher ab zehn Jahren drei Euro Eintritt verlangt wurde, erklärte Christa Herter-Dank mit unterschiedlichen Gründen. Einerseits habe es die Überlegung gegeben, dass, wenn etwas nichts kostet, es auch nichts wert sei. Andererseits seien mit der Anmietung der Festhalle Unkosten angefallen. Das hätte jedoch nicht aus dem Budget finanziert werden können.

Für einen zusätzlichen, süßen Genuss sorgte am Freitagabends übrigens das Mitarbeiterteam des Jugendhauses, das Waffeln backte.