Bad Urach Bausünden im Schloss

Bad Urach / SWP 11.11.2013

Von der einstmaligen Residenz, die unter Graf Eberhard der Stadt Urach zu einer Glanzzeit verholfen hat, war im 20. Jahrhundert nicht mehr viel zu sehen.

Bausünden der Vergangenheit und Vernachlässigung über hundert Jahre führten dazu, dass das Schloss Urach als einsturzgefährdet galt. In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts überlegte man sich sogar, ob man es nicht besser abreißen sollte.

Stefanie Leisentritt, Historikerin und Mitarbeiterin der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, hat recherchiert. Die Ergebnisse ihrer Nachforschungen in zahlreichen Archiven stellt sie am 14. November noch einmal der Öffentlichkeit vor.

Bereits bei den Bauforschungstagen Anfang Mai dieses Jahres konnte sie in kurzer Form auf die Baumaßnahmen im 20. Jahrhundert eingehen.

Baumaßnahmen, deren Folgen heute noch im Schloss Urach Erstaunen hervorrufen. In ihrem Vortrag wird Stefanie Leisentritt auf die Ursachen der Qualitätsminderung der Bausubstanz eingehen, deren Auswirkungen auf die Statik des Schlossgebäudes und schließlich auch auf die - aus damaliger Sicht - einzig möglichen Rettungsmaßnahmen. Zahlreiche Bilder aus den verschiedenen öffentlichen Archiven und aus Privatbesitz zeugen vom Verfall der ehemaligen Residenz, aber auch vom ehemaligen Prunk, der leider durch die Renovierungsarbeiten teilweise verloren gegangen ist.

Der Vortrag im Residenzschloss am Donnerstag, 14. November, beginnt um 19 Uhr, Einlass ist ab 18.30 Uhr.

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