Wittlingen/Hengen Bange Blicke auf die Steigen

Die Ulmer Steige ist bis zum 23. März gesperrt.
Die Ulmer Steige ist bis zum 23. März gesperrt. © Foto: Alexander Thomys
Wittlingen/Hengen / Simon Wagner 14.03.2018

Mindestens bis Freitag, 23. März, ist die Ulmer Steige zwischen Bad Urach und Böhringen voll gesperrt. Wie berichtet, werden nach einer Hangrutschung Ende Januar auf einer Länge von rund 220 Metern Erkundungsbohrungen durchgeführt. Die entnommenen Bohrkerne sollen anschließend im Institut für Geotechnik an der Universität Stuttgart analysiert werden und Aufschluss darüber geben, wie der Untergrund beschaffen und wie hoch das Risiko weiterer Rutschungen ist.

Vom geologischen Gutachten wird maßgeblich abhängen, welche Sanierungs- und Sicherungsarbeiten in welchem Umfang an der teils unterhöhlten Fahrbahn der B 28 notwendig werden. Die jetzige Sperrung der Ulmer Steige könnte also nur ein Vorgeschmack auf das sein, was noch kommen könnte.

Insbesondere in Wittlingen und Hengen wird man gespannt auf die Ergebnisse der Untersuchung blicken, sind doch für spätestens Mitte April umfangreiche Arbeiten zur Hangsicherung an der Wittlinger Steige geplant. Am 21. März sollen im Kreistag die Maßnahmen vergeben werden. Die Unternehmen, so heißt es aus dem Kreis-Straßenbauamt, stehen Gewehr bei Fuß. Der Wittlinger Steige blüht dann ebenfalls eine Sperrung. Zunächst soll die K 6706 ab dem Abzweig Schanz bis zur Ortseinfahrt bis zum November dicht sein. In den Sommerferien soll die Steige dann auf kompletter Länge für drei Wochen gesperrt sein.

Wittlingen und Hengen also abgehängt von der Außenwelt? Um dieses Szenario zu vermeiden, wurden vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen die Pläne für die Sanierung der Wittlinger Steige inzwischen verändert, wie der Leiter des Kreis-Straßenbauamts, Udo Pasler, während der jüngsten Sitzung des Wittlinger Ortschaftsrats ausrichten ließ. Entgegen den ersten Überlegungen soll nun das Befahren des so genannten Eselswegs über den Triebweg zum Wanderparkplatz Schanz mit Hilfe einer Ampelregelung möglich sein. Ursprünglich wollte man dies nur Rettungskräften erlauben. Damit die trotz des Verkehrs weiterhin schnell auf der engen Passage vorankommen, sollen zwei Ausweichbuchten eingebaut werden. Damit die Arbeiten in der Wittlinger Steige schnell vorankommen und möglicherweise schon vor November beendet sind, sollen zudem zwei Bau-Kolonnen eingesetzt werden.  Mit dem Tritt auf das Gaspedal will das Straßenbauamt eine mögliche zeitliche Überschneidung der kommenden Baumaßnahmen und damit der Straßensperrungen möglichst kurz halten.

Wittlingens Ortsvorsteher Horst Vöhringer wäre froh, wenn nach den jetzigen Bohrungen an der Ulmer Steige Entwarnung gegeben werden könnte und die Strecke bis auf Weiteres halbseitig befahrbar wäre. „Das wäre ein Segen für uns“, so Vöhringer. Mit einem Beginn der dortigen Arbeiten rechnet er frühestens im Sommer und damit mit einer „minimalen Überschneidung“. Ein Schreckensszenario indes wäre, wenn sich ergäbe, dass die B 28 aufgrund akuter Gefährdungen voll gesperrt werden müsste. Vöhringer und mit ihm die Wittlinger drücken die Daumen.

220

Meter insgesamt umfasst die Strecke an der Ulmer Steige, an der derzeit Erkundungsbohrungen stattfinden. Von den Ergebnissen hängt ab, wie die weiteren Maßnahmen aussehen.

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