Bad Urach Auto kracht frontal in einen Baum

Nachdem der Unfallwagen abgeschleppt wurde, kümmerten sich die Bad Uracher Feuerwehrleute um die Reinigung der Fahrbahn und schnitten Äste ab, die auf die Fahrbahn ragten. Auf der Bundesstraße kam es zu langen Staus.
Nachdem der Unfallwagen abgeschleppt wurde, kümmerten sich die Bad Uracher Feuerwehrleute um die Reinigung der Fahrbahn und schnitten Äste ab, die auf die Fahrbahn ragten. Auf der Bundesstraße kam es zu langen Staus. © Foto: Alexander Thomys
Bad Urach / Alexander Thomys 31.07.2018

Ein sogenannter Sekundenschlaf ist einem Autofahrer am Montagvormittag zum Verhängnis geworden. Der 41-Jährige befuhr nach Polizeiangaben mit seiner Mercedes M-Klasse um 10.30 Uhr die Bundesstraße 28 von Metzingen herkommend in Richtung Bad Urach. Auf Höhe einer Therme kam der Mann durch den Sekundenschlaf zu Beginn einer langgezogenen Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab. Nach etwa 80 Metern prallte der Wagen mit großer Wucht gegen einen massiven Baum, der dadurch entwurzelt wurde.

Das Auto des Unfallverursachers drehte sich durch die Wucht des Aufpralls und kollidierte mit dem Heck mit der rechten Seite des VW-Crafters eines 42-Jährigen, der auf der Bundesstraße ebenfalls in Richtung Bad Urach unterwegs war. Der Mercedes-Lenker zog sich schwere Verletzungen zu und musste nach einer notärztlichen Versorgung vor Ort vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht und dort stationär aufgenommen werden. Den Beamten gegenüber gab er spontan an, am Steuer kurz eingenickt zu sein. Da der Fahrer unter alkoholischer Beeinflussung stand, musste er sich einer Blutentnahme unterziehen und seinen Führerschein aushändigen. Sein Pkw war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Der Schaden wird auf 35 000 Euro geschätzt. Die Freiwillige Feuerwehr Bad Urach rückte mit elf Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen zur Unterstützung an die Unfallstelle aus. Es waren Betriebsstoffe aus dem Unfallwagen ausgelaufen und der nahe der Bundesstraße liegende Baum musste zersägt werden.

Für die Freiwillige Feuerwehr Bad Urach bedeutete der heutige Einsatz die Fortsetzung einer ganzen Serie von Einsätzen, die am Sonntag vor einer Woche startete. An diesem Tag war die Wehr dem Rettungsdienst zwei Mal bei Patiententransporten mit der Drehleiter behilflich, außerdem kam es zu einem Einsatz mit der Bergwacht an der Wolfschlucht. Am Montag folgte die umfangreiche Überlandhilfe beim Großbrand an der Rulamanschule in Grabenstetten (wir berichteten). Unter der Woche folgten eine weitere Personenrettung mit der Drehleiter, ein Alarm durch eine automatische Brandmeldeanlage und eine Ölspur auf der Uracher Steige. Am Samstag gab es für die Feuerwehr dann gleich drei Einsätze an einem Tag, als zunächst ein kleiner Flächenbrand im Wald oberhalb des Rutschenfelsens gelöscht werden musste. Am Abend wurden die Florianjünger erneut zu einem gemeldeten Waldbrand alarmiert, dieser stellte sich dann allerdings als ein offenes Grillfeuer in der Nähe des Waldes heraus. Parallel kam es zu einem weiteren Einsatz, als ein umgestürzter Baum drohte auf die Bundesstraße 465 zu fallen.

Aufgrund der Trockenheit ist die Waldbrandgefahr derzeit hoch, auch ausgetrocknete Felder können schnell in Brand geraten. Am Rutschenfelsen entdeckte ein Wanderer den Flächenbrand in seiner Entstehung, sodass die Wehr den Schaden gering halten konnte.

Am Sonntag war die Wehr dann bei einer Tierrettung zu Gange – ehe heute der schwere Verkehrsunfall zwischen Bad Urach und Dettingen folgte. Allein im Juli kommen die ehrenamtlichen Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr bis jetzt auf 24 Alarmierungen, hinzu kam eine Brandwache beim Stadtfest-Feuerwerk und eine Wachbesetzung der freien Kräfte beim Großbrand in Grabenstetten.

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Einsätze hatte die Freiwillige Feuerwehr Bad Urach im Juli bis gestern abzuarbeiten. Hinzu kam die Sicherheitswache zum Feuerwerk beim Uracher Stadtfest.

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