Seeburg Alles dreht sich um die Geiß

GUDRUN SCHMIED 29.07.2014
Der "Förderverein Seeburg schafft Zukunft" hat am Sonntag einmal mehr zum Fest am Löwirtsmaries Häusle geladen. Im Mittelpunkt des Tages stand dabei ein Tier: Alles drehte sich um Geißen.

Bad Urachs kleinster Stadtteil liegt malerisch im Ermstal, umgeben von steilen Hängen. Was für den optischen Reiz und attraktive Touren für Wanderer und Radfahrer sorgt, lässt den Wald auf den schwer zu bewirtschaftenden Steilhängen, falls der Mensch nicht eingreift, immer näher an den Ort heranrücken.

Vor acht Jahren hat man deshalb rund um Seeburg die Möglichkeit geschaffen, dass die jungen Triebe von Büschen und Bäumen von Geißen kurz gehalten werden. Am Sonntag feierte man deshalb, organisiert vom "Förderverein Seeburg schafft Zukunft", in der Ortsmitte das Goißa-Fest.

Die Geiß, genauer ihre Produkte, standen dabei im Mittelpunkt, erklärt Uthe Scheckel, die Erste Vorsitzende des Fördervereins. Es gab Ziegenfleisch vom Grill, Ziegensaiten und Ziegenrote. Dazu haben die rund 30 Helfer Holzofenbrot gebacken und große Mengen Krautsalat zubereitet.

Da auch das Wetter mitspielte, war der heimelige Platz beim Löwirtsmaries Häusle in der Ortsmitte von Einheimischen und Ausflüglern gut frequentiert. Neben den Speisen und Getränken konnten die Besucher auch Handarbeiten erwerben. Außerdem hatte der Förderverein einen kleinen Flohmarkt organisiert, bei dem es vom Kinderspielzeug bis zum Blumenübertopf einiges zu entdecken gab. Eine dem Anlass angepasste Carrera-Bahn, eine Geißenfigur zog hier ihre Kreise, sorgte für Unterhaltung.

Der "Förderverein Seeburg schafft Zukunft" wächst derweil weiter, so Scheckel, und hat zur Zeit rund 80 Mitglieder. Mehrmals im Jahr organisiert man kleine, eher gemütliche Feste im Ort. Neben dem Goißa-Fest an den Schäferlauf freien Jahren, gibt es das Mai-Café und den Margretlestag im Juni.

Viele, weiß Seeburgs neuer Ortsvorsteher Heinz Gnoyke, kommen, weil sie den überschaubaren Rahmen und die familiäre Atmosphäre in Seeburg schätzen.