Bad Urach Alle für eine

Das Chordach der Amanduskirche wird saniert.
Das Chordach der Amanduskirche wird saniert. © Foto: Archiv/Wagner
Bad Urach / Simon Wagner 14.02.2018

Eine große Geste für ein großes Bauwerk: Alle musiktreibenden Vereine, Chöre und Kapellen in Bad Urach tun sich am Sonntag, 24. Februar, zusammen, um der Amanduskirche ein Ständchen zu bringen.

Freilich nicht einfach nur so, sondern um die gegenwärtigen Sanierungsarbeiten am Chordach und der Außenfassade zu unterstützen. Rund 180 Sänger, Musiker und Musikanten aus zehn Chören, Instrumental- und Bläsergruppen werden sich ein Stelldichein geben und in der Stiftskirche nacheinander singen und musizieren. Der Eintritt zu diesem besonderen Konzert wird für Besucher frei sein, es wird gleichwohl um großzügige Spenden gebeten. Der Erlös des Abends fließt dabei vollständig in die Sanierungskasse der evangelischen Kirchengemeinde.

Die aufwendigen Maßnahmen am Dachgebälk und an der Tufffassade werden sich wohl mindestens bis in den Sommer hinein ziehen und sie beanspruchen rund eine Million Euro, wobei nach Abzug von Fördermitteln rund 500 000 Euro bei der Kirchengemeinde hängen bleiben. 400 000 Euro finanziert sie durch Rücklagen, weitere 100 000 Euro durch Spenden und Zuwendungen. Derzeit fehlen noch rund ­­20 000 Euro, wie Pfarrer Wilhelm Keller über den aktuellen Stand und die große Spendenbereitschaft der Bad Uracher und insbesondere der örtlichen Unternehmen berichtet.

In Kürze dürfte also ein erkleckliches Sümmchen dazukommen, wenn sich Bad Urachs Musiktreibende im 500 Jahre alten Kirchenbau erneut versammeln. Im Jahr 2006, als die Sanierung des Kirchturms anstand, kamen sie zum ersten Mal zusammen. Auch damals war der Erlös für das Gotteshaus reserviert.

Große Klangvielfalt

Stiftskantor Armin Schidel, der zusammen mit Pfarrer Wilhelm Keller die Neuauflage des Benefizkonzerts schultert, verspricht ein „kunterbuntes“, musikalisches Programm, das dem kirchlichen Raum angemessen sein wird, das jedoch durchaus auch mit volkstümlichen Elementen aufwartet.

Selbst wird Schidel die Amanduskantorei leiten, Beiträge werden aber auch der Chor St. Josef, der Swingchor, der Kinderchor oder aber der Sängerkranz beisteuern. Für die glanzvolle Eröffnung des Konzertabends wird um 18.30 Uhr der Einzug des Fanfarenzugs sorgen. Mit von der Partie sind zudem die Bläsergruppe St. Josef, der Posaunenchor, der Musikverein und die Jagdhornbläser. Pfarrer Keller freut sich auf die „unglaubliche Vielfalt“ welche die Bad Uracher Gruppen demonstrieren werden.

Keller selbst wird zusammen mit Dekan Michael Karwounopoulos moderierend durch den Abend führen und das eine oder andere Wissenswerte beisteuern. Ein Grußwort wird zudem Bad Urachs Bürgermeister Elmar Rebmann an die Besucher richten.

Um die Musikgruppen zu einer Teilnahme am gemeinsamen Konzertabend zu bewegen, brauchte Armin Schidel zuvor nicht viel Überredungskunst. Stattdessen stieß er allerorten auf offene Türen: „Alle haben zugesagt“, freut er sich. Für ihn auch der Beweis dafür, dass der Kirchenbau als buchstäblich hervorragendes Bauwerk selbstverständlicher Teil der Stadt sei.

Wenn der geplante Ablauf am 24. Februar aufgeht, dann werden die Besucher ein rund 80-minütiges Konzert erleben. Im Anschluss werden die Gäste noch zum lockeren Austausch in den Stiftshof geladen, wo bei einem Schluck Sekt und kleinen Happen noch einmal der Uracher Fanfarenzug den festlichen Ton angeben werden.

180

Sänger, Musiker und Musikanten werden am 24. Februar ab 18.30 Uhr in der Amanduskirche musizieren. Der Spendenerlös kommt der Sanierung des Gotteshauses zugute.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel