Riederich Abwechslungsreiche Projektwoche

Vielseitiges Klettern war eines der Angebot.
Vielseitiges Klettern war eines der Angebot. © Foto: Anne Laaß
Riederich / Anne Laaß 17.05.2018

Aus dem reinen Unterricht ist in den vergangenen Tagen eine Projektwoche geworden. Wer die Gutenbergschule betritt, findet geschäftige Grundschüler vor. Sie pflanzen Erdbeeren unter den wachsamen Augen der Lehrerin, werden ermutigt und angeleitet, den Pflanzen ausreichend Wasser zu geben. Für manche ist es die erste Erfahrung dieser Art, die süßen Früchte sind sonst bereits verpackt im Supermarkt erhältlich. Stolz tragen die Kinder ihre eigene Pflanze im bemalten Topf, der auch schon mal die Aufschrift VfB tragen kann, in Richtung Schule.

Für das Kollegium ist es die erste Projektwoche, die unter dem Motto „Gesund und fit, komm mach mit“ steht. Den Anlass gab das Förderprogramm der Baden-Württemberg Stiftung „Komm mit in das gesunde Boot“. Die Lehrer haben eine entsprechende Fortbildung gemacht, wie Rektorin Victoria Dietrich erklärte. Die Planung für die Projektwoche begann bereits vor einem dreiviertel Jahr und sieht insgesamt 13 unterschiedliche Angebote für die 168 Schüler und die etwa 5 Kindergartenkinder, die an der Woche teilnehmen, vor. Um das Ganze zu stemmen, sind 22 Lehrer, Helfer und Sonderpädagogen im Einsatz. Darunter auch ein Clown, der unter dem Thema „Zirkus“ einige Kunststücke zeigt. Für alle Kräuterexperten und jene, die es werden wollen, hat die Projektwoche auch gesorgt. Bereits bei diesen Punkten wird deutlich, dass die Kinder spielerisch und auf differenzierte Weise an das Thema gesunde Ernährung und Sport herangeführt werden.

Die Herausforderung bei allen Angeboten ist laut Dietrich, sie für alle spannend zu gestalten. Die Gruppen setzten sich aus den Kindergartenkindern und den Schülern der Klassen eins bis vier zusammen. „Es wird darauf geachtet, dass für jeden etwas dabei ist“, sagte Dietrich. Das sei auch eine Herausforderung, aber die Zusammenarbeit der Schüler und Lehrer funktioniere gut. „Rauf, rüber, runter“ ist ein Mix aus Ausdauer- und Parcourssport. Mit viel Energie springen die Schüler über die diversen Hindernisse, die sie auch selbst aufgebaut haben. „Sie zeigen sich gegenseitig, wie man es am Besten macht“, sagte Corinna Dimitc. Die Variationen sollen herausfordern, aber nicht überfordern. Das Konzept kommt an: Nach einer kurzen Pause, in der es unter anderem frisches Obst gibt, starten die ersten schon wieder durch. Sie zeigen, was sie bisher gelernt haben, vor allem auch den Lehrern, Helfern und ihrer Rektorin. „Sie haben jeden Tag etwas Neues und Spannendes vor sich“, kommentierte Dietrich.

Besonders wichtig war die Wahlmöglichkeit. Jedes Kind hatte die Chance, sich vier Angebote auszusuchen, die dann täglich wechselten. Ein Schüler bemerkte in dem Zusammenhang, „mir hat der Wohlfühltag am besten gefallen.“ Dem regnerischen Wetter trotzte hingegen die Gruppe „Alles rund“. Mit ihren bunten Helmen und den Rollern fuhren sie unter den Arkaden ihre Runden. Ganz unbeeindruckt vom Wetter zeigten sich hingegen die Nachwuchs-Fußballer. Geübt wurde die Ballannahme, das Passspiel und Tore schießen. Ganz vertieft in die Übungen waren aber nicht allein die Jungs, auch die Mädchen bewiesen gekonnt, dass sie mit dem Ball umgehen können.

Verknotet wurde indessen in der Gruppe „Vielseitiges Klettern“. Der richtige Knoten ist hierbei wichtig. Schließlich wird ein Seil am Klettergurt befestigt, um die nötige Sicherheit zu geben. An der Kletterwand ging es hoch und immer höher. Petra Haas und Altbürgermeister Klaus Bender gaben den Schülern hierbei Hilfestellung.

Den Abschluss bildet heute Nachmittag das Schulfest. Eröffnet wird es mit dem Bewegungslied, das die Kinder eingeübt haben. Für die Verpflegung sind der Elternbeirat und der Förderverein der Gutenbergschule verantwortlich. Selbstverständlich gibt keinen ungesunden Kuchen, sondern, passend zum Thema, gesunde Leckereien.

Meinungen sind gefragt

Rückmeldungen sind wichtig, um sich einen Überblick zu verschaffen. Im Fall der Projektwoche gibt es daher nicht allein ein Feedback-Gespräch mit dem Kollegium. Wie Rektorin Victoria Dietrich betont, sind vor allem die Kinder selbst gefragt. „Wir werden Rückmeldungen einholen.“ Was hat den Schülern am Besten gefallen, wo haben sie sich am wohlsten gefühlt sind nur zwei Fragen, die die Kinder beantworten dürfen.

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