Dettingen 50 Jahre Jugendfeuerwehr

Die Jugendfeuerwehr präsentiert sich.
Die Jugendfeuerwehr präsentiert sich. © Foto: Gabriele Böhm
Dettingen / Gabriele Böhm 12.06.2018

Die Jugendfeuerwehr hat kürzlich in der vollbesetzten Schillerhalle ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. Zur Begrüßung gab es lobende Worte von Bürgermeister Michael Hillert: „Danke im Namen der Bevölkerung. Wir sind stolz auf Euch.“ Die Dettinger gehören zu den ältesten Jugendfeuerwehren im Land. Mit dem Ruf „Wir sind die Jugendfeuerwehr“ begrüßten die Kameraden ihre Gäste und lieferten mit Tragen, Schläuchen und Rettungsboot in voller Montur ein eindrucksvolles Bild ihrer Einsatzgebiete. „Wenn man die frühe Gründung würdigen will, muss man auf die damalige Zeit von 1968 zurückblicken“, so Hillert. „Man war noch nicht so aufgeschlossen für neue Ideen wie heute.“ Trotzdem sei es mit bewundernswerter Energie gelungen, eine Jugendfeuerwehr zu gründen, die für viele andere im Land beispielhaft wurde. Der Einladung zum Jubiläum folgten daher zahlreiche Vertreter von Feuerwehren der Region sowie Funktionäre aus Kreis und Land.

„Die Kameraden leisten rund ums Jahr und rund um die Uhr verlässliche Hilfe“, sagte Landrat Thomas Reumann. Die Feuerwehr sei ein wichtiger Teil der Infrastruktur. „In Dettingen gibt es eine supertolle Jugendarbeit, der man nur Respekt zollen kann. 50 Jahre sind eine unglaublich lange Zeit. Dettingen kann stolz darauf sein.“

Spaß in Schlaghosen

Kommandant Rolf Schäfer blickte auf die vergangenen 50 Jahre zurück. In einer Zeit, die von Studentenunruhen, dem Prager Frühling und den Beatles geprägt war, entstand das erste Foto der Dettinger Jugendfeuerwehr. Es zeigt zehn Jungs in Uniform. Es folgten ein Zeltlager mit 180 Kameraden aus ganz Baden-Württemberg, 1978 eine große Übung in Schlaghosen an der Schillerschule, 1979 ein Kreiszeltlager, Spiel und Sport, ein Ausflug nach St. Moritz und Abnahmen der Leistungsspange.

Spaß, Kameradschaft, Interesse an Technik, den Vater als Vorbild und der Wunsch, helfen zu können wurden als Gründe genannt, warum man damals der Feuerwehr beigetreten sei. Frieder Lieb, Peter Keinath, Herbert Kleih und Albert Wagner wurden als „Männer der ersten Stunde“, die heute noch dabei sind, auf der Bühne interviewt. Insgesamt sind 40 Kameraden, die in der Jugendfeuerwehr begonnen haben, zurzeit aktiv.

„Allerdings müsste man daran arbeiten, auch Mädchen und Frauen ins Team zu holen“, sagte der stellvertretende Landesjugendleiter Martin Stürzl-Rieger. Dettingen sei aber mit seiner Jugendfeuerwehr den allgemeinen Entwicklungen weit voraus gewesen.

„Viele haben früh wertvolle Erfahrungen in der Jugendfeuerwehr gemacht, von denen Dettingen profitiert“, so der Verbandsvorsitzende Gunther Hespeler. Er bezeichnete es als wichtig, immer auf genügend Nachwuchs zu achten. Diese Auffassung teilen die Dettinger ebenfalls und, so betont Jugendwart Jochen Laib: Es macht Spaß, mit den Jugendlichen zu arbeiten.“ Er hatte einen Film über die vergangenen 50 Jahre zusammengestellt, der mit viel Beifall honoriert wurde.

Für Tanzeinlagen sorgte die Mädchengruppe „Old but Gold“ aus Uhingen.

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