222 Spendewillige meldeten sich, um einen halben Liter Blut abzugeben. 208 wurden letztlich von den Ärzten zugelassen. Die Zweihundertermarke habe man schon mehrere Jahre nicht mehr geknackt, freute sich Bereitschaftsleiterin Susanne Buchholz. Ihre Ehrenamtlichen hatten den Termin gemeinsam mit den hauptamtlichen Kräften des Blutspendedienstes Baden-Württemberg organisiert. Blutkonserven seien nach wie vor lebenswichtig, sei es zur Versorgung von Unfallopfern oder Schwerkranken.

Wichtigen Anteil am hervorragenden Resultat hatte eine Aktion der Fußballabteilung des TSV Dettingen. Die Kicker hatten extra das Training ihrer aktiven Mannschaften verschoben, damit die Sportler geschlossen zur Blutspende antreten konnten. Schon bei früheren Terminen hatten die Fußballer sich vorgenommen, in voller Mannschaftsstärke anzutreten. Die magische Elf hatten sie aber bislang immer nur fast erreicht. Diesmal jedoch standen 20 junge Männer an der Anmeldung, was demnach fast für zwei Mannschaften ausreichte.

"Wir möchten mit der Aktion etwas davon zurückgeben, was das Rote Kreuz uns mit seinen Sanitätsdiensten das ganze Jahr über gibt", erläuterte Fußball-Betreuer Robert Gentz, der die treibende Kraft hinter der Sache ist. Das Rote Kreuz sei für die Fußballer ein unerlässlicher Partner, sagte Gentz und erinnerte an einen Unfall im vergangenen Jahr, als zwei Spieler so mit den Köpfen zusammenprallten, dass sie beide im Krankenhaus versorgt werden mussten. In solchen Momenten, sei man froh, Sanitäter vor Ort zu haben.

Es gehe aber auch darum, den jungen Sportlern zu vermitteln, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen, sagte Gentz. Bereitschaftsleiterin Buchholz hofft jedenfalls, dass sich andere Dettinger Vereine vom Beispiel der Fußballer inspirieren lassen. Warum sollte nicht auch mal eine Handball-, Tennis- oder Mountainbike-Mannschaft geschlossen zur Blutspende antreten? Im Zweifel könne schließlich jeder in die Situation kommen, selber das lebensrettende Blut zu benötigen.

Erfreulich hoch war diesmal auch die Zahl der Erstspender: 25 hatten sich zum ersten Mal zur Blutspende getraut. Neben der Aktion der Fußballer hatte noch eine weitere Besonderheit Anteil am überdurchschnittlichen Resultat: Vermehrt engagieren sich inzwischen auch viele Einwohner mit ausländischem Hintergrund in der Blutspende. So hatten sich diesmal ganze Gruppen von Frauen mit türkischen Wurzeln gemeldet, auch hier viele Erstspenderinnen. Ein erfreulicher Trend, der helfen kann, die zuletzt sinkenden Spenderzahlen wieder zu stabilisieren.