Nattheim / Klaus Dammann  Uhr
Von der Sonne verwöhnt wurden die Besucher des großen dreitägigen Nattheimer Dorffestes am Wochenende. Deutlich über 8000 waren es nach Schätzung der Veranstalter.

Keine Frage: In der Härtsfeldgemeinde versteht man etwas vom Aufziehen einer großen geselligen Veranstaltung. Drei Tage lang war am Wochenende der Bereich um die Martinskirche und das Nattheimer Rathaus wieder Brennpunkt für alle Musik- und Festfreunde, und alles verlief den Veranstaltern zufolge problemlos. Mit dem zweiten Härtsfeld-Mountainbike-Marathon zog der elfte Breamahock darüber hinaus auch eine Vielzahl von aktiven und passiven Radsportbegeisterten an.

Bildergalerie Härtsfeld Mountainbike Marathon

Einmal mehr meinte es das Wetter gut mit dem großen Dorffest, das aufgrund des Zusammenhalts der veranstaltenden Vereine und Organisationen aus allen Teilorten sowie der Gemeinde selbst von einem starken Wirgefühl geprägt ist. Die Sonne schien, es war warm, aber ohne die extreme Hitze, die noch vor einigen Tagen herrschte. Laue Abende und Regenschauer nur in der Nacht zum Sonntag und am Vormittag desselben Tages ließen das fröhliche Feiern unbeschwert genießen. Allein am Samstagabend hätten an die 3500 Gäste den Breamahock besucht, schätzt der Organisator und Vorsitzende des Nattheimer Kultur- und Jugendvereins, Tobias Weber. Mit den ebenfalls zahlreichen Feiernden am Freitagabend und den Sonntag über ist er sich sicher, die Zahl von 8000 aus dem Jahr 2018 deutlich übertroffen zu haben.

Schwierigkeiten beim Fassanstich

Etwas schwerer als im Vorjahr tat sich Schirmherr Bürgermeister Norbert Bereska diesmal beim Bieranstich am Freitag: An die zehn Schläge waren nötig, um den Gerstensaft zum Fließen zu bringen. Doch dann konnte es mit der Original Nattheimer Blasmusik, mit Rock der Band Revolver und DJ-Einsatz in die Vollen gehen.

Für den Festsamstag war neben den vielen verschiedenen Köstlichkeiten kulinarischer Art, die an den Ständen der Vereine zu haben waren, mit umfangreichem Programm für Unterhaltung gesorgt. Neben dem Radsport-Event erwartete die Gäste auch Mitmach-Sport für die Generation 55 plus. In der Alten Schlosserei ging es um „Gesund älter werden in Nattheim“, bei dem das Angebot „Start2Move“ zur Bewegung aufforderte.

Am selben Ort erfreute dann gleich zweimal das Figurentheater Topolino vor allem das jüngere Publikum mit dem Marionettenspiel „Wie Findus zu Pettersson kam“ – liebevoll und lustig und interagierend mit den Zwischenrufen der zuschauenden Kinder. Gleichfalls zunächst für die kleineren Gäste, später aber auch für Erwachsene, war die Darbietung von Märchenerzählerin Carmen Stumpf im Obergeschoss der Alten Schule gedacht. Sie leitete manche ihrer frei erzählten Geschichten mit passendem Flötenspiel ein und gerade bei ihrer Runde für die Größeren hätte man ihr gern ein paar interessierte Zuhörer mehr gewünscht.

„Liberty“ heizte ein

Draußen dagegen gab es am Abend bald nur schwerlich noch Sitzplätze für eher spät eintreffende Besucher und dementsprechend musste man auch mal Schlange stehen beim Besorgen kühler Getränke oder leckeren Essens. Die „Ramensteiner“ unterhielten mit traditioneller Blasmusik, leiteten aber mit Pop-Versionen auch schon zum Auftritt der beliebten Nattheimer Gruppe Liberty über. Das Eigengewächs sorgte auch heuer für beste Stimmung mit seinem Repertoire aus Rockklassikern von Queen bis U2. Ablösung brachte dann später die Show von „Wanted“.

Bis in den frühen Morgen war die Laune im für den Verkehr gesperrten Ortszentrum bestens. Und am Sonntag ging es bereits um 10 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst weiter. Zur Essenszeit spielte der Musikverein Auernheim auf, während die Spielstraße den Kindern Spaß brachte.

Chor-Auftritte und Darbietungen der Vereine ergänzten am Nachmittag das Programm, ehe schließlich die heimische Nattheimer Blasmusik den Schlussakkord für einen gelungenen Breamahock 2019 setzte.

Neuheit Handwerkermarkt

Ein Novum beim Breamahock war der Handwerkermarkt von „Nattheim kreativ“ auf der Neresheimer Straße. Hier wurde an mehr als zehn Ständen vielerlei angeboten, von Mützen über Schmuck bis zu Selbstgenähtem. Und auch Einblick in ein Künstleratelier wurde gewährt. Der Handwerkermarkt erwies sich als ein Angebot, das den Sonntag über auf reges Interesse stieß.