Pfronstetten Zwei Mandate aus jedem Teilort

Pfronstetten / Jürgen Kühnemund 20.07.2018

Die Kommunalwahl im nächsten Jahr wirft schon jetzt erste Schatten voraus. Aus diesem Grund stand in der Sitzung des Gemeinderats am Mittwochabend die Überprüfung der Sitzverteilung für das Gremium an. Und die Entscheidung gleich vorweg: In Pfronstetten bleibt es, wie es war.

Erst dieser Tage hatte das Innenministerium den Wahltermin für die Kommunalwahl auf den 26. Mai 2019 zusammen mit der Europawahl festgezurrt. Dann müssen für das Pfronstetter Kommunalparlament wieder zwölf Vertreter gewählt werden. Diese Zahl steht seit der Gemeindereform, wobei damals mit den ehemaligen Gemeinden Aichelau, Aichstetten, Geisingen, Huldstetten, Pfronstetten und Tigerfeld vereinbart worden war, dass auf jeden neuen Teilort der Gesamtgemeinde Pfronstetten zwei Sitze entfallen.

Grundsätzlich seien bei der Verteilung der Sitze auf die einzelnen Teilorte oder auch Wohnbezirke  die örtlichen Verhältnisse und die Bevölkerungsanteile zu berücksichtigen, führte Bürgermeister Reinhold Teufel aus. Als Stichtag werden die Einwohnerzahlen zum 30. Juni diesen Jahres herangezogen. Und da sehen die Zahlen wie folgt aus: Aichelau hat 253 Einwohner, Aichstetten 144. In Geisingen sind es 188 Einwohner, in Huldstetten 182 und in Tigerfeld 181. Der größte Teilort Pfronstetten hat 551 Einwohner.

Demnach gibt es aber rein rechnerisch ein ganz anders Bild. Aichstetten, Geisingen und Huldstetten könnten wie bisher zwei Vertreter in den Gemeinderat entsenden. Pfronstetten bekäme anstelle der bisherigen zwei aber vier Sitze, Aichstetten und Tigerfeld hätten dann aber jeweils nur noch ein Mandat.

Das Kuriosum

Ein besonderes Kuriosum ergibt sich bei diesem Rechenexempel  aber für Tigerfeld und Huldstetten. Nach dem Schlüssel  bekäme Huldstetten mit 182 Einwohnern zwei Sitze, Tigerfeld mit 181 Einwohnern aber nur einen.

Schon allen aus diesem Grund stand es für den Gemeinderat nicht zur Diskussion an der seitherigen Sitzverteilung zu rütteln.  Für Ernst Störkle „haben sich die zwei Personen bewährt“, und Gerd Müller meinte, dass „man froh sein muss, überhaupt zwei Vertreter zu finden“. Karlheinz Schultes schließlich konnte „sich nicht daran erinnern, dass im Gemeinderat jemals nach Ortsteilinteressen abgestimmt worden ist“.

Einstimmig setzt der Gemeinderat am Mittwochabend daher auch bei den Kommunalwahlen 2019 auf zwei Sitze pro Wohnbezirk/Teilort.

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