Zwiefalten Zwei Bauplätze mehr in Gauingen

Im Baugebiet „Rübteile III“ in Gauingen sollen jetzt 14 statt 12 Bauplätze ausgewiesen werden.
Im Baugebiet „Rübteile III“ in Gauingen sollen jetzt 14 statt 12 Bauplätze ausgewiesen werden. © Foto: Privat
Zwiefalten / Reiner Frenz 15.06.2018

Das geplante Neubaugebiet „Rübteile III“ in Gauingen stand im Mittelpunkt der Sitzung des Zwiefalter Gemeinderates am Mittwochabend. Bürgermeister Matthias Henne sprach von steigender Nachfrage nach Bauland, attestierte einen rückläufigen Effekt bei der Landflucht. Dieser Nachfrage trage die Gemeinde jetzt Rechnung durch das neue Baugebiet in Gauingen.

Stadtplaner Clemens Künster erklärte, dass das Baugebiet an die bestehende Siedlungsstruktur angrenze, womit eine Arrondierung des Siedlungskörpers erreicht werde. Der Bebauungsplan „Rübteile III“ müsse jetzt erneut ausgelegt werden, weil man für ein Heckenbiotop im südlichen Bereich mehr Platz benötige. Außerdem habe man den Wunsch des Regierungspräsidiums aufgegriffen, eine höhere Verdichtung zu erreichen, zum einen, indem die Festsetzung der höchstzulässigen Zahl der Wohnungen pro Wohngebäude gestrichen wird, womit nun auch mehr als zwei Wohnungen in Wohngebäuden zulässig seien. Außerdem habe man die Grundstücke neu aufgeteilt und könne nun 14 statt 12 Grundstücke ausweisen. Die durchschnittliche Grundstücksfläche betrage nun 635 statt 750 Quadratmeter.

Kompromiss gefunden

Matthias Henne ging auf die Grundstücksgrößen ein, wusste, dass es Interessenten für größere Grundstücke gebe, die möglicherweise zwei Plätze erwerben und darauf aber nur ein Haus errichten würden. Bruno Auchter erklärte, dass die Entwicklungsmöglichkeiten in Gauingen begrenzt seien und man Platzprobleme bekomme, wenn die Entwicklung so weiter gehe. In der Diskussion wurde Verständnis für die Wünsche nach größeren Bauplätzen geäußert, zumal die bestehende Bebauung in der unmittelbaren Nachbarschaft teilweise riesige Grundstücke aufweist. Als Kompromissformel einigten sich die Räte auf Anregung von Henne darauf, dass zwei der 14 Bauplätze einen größeren Zuschnitt erhalten sollen, drei bis vier Plätze dafür kleiner werden.

Das neue Baugebiet stößt zumindest bei den Anwohnern nicht auf Begeisterung. Drei von ihnen hatten eine Stellungnahme abgegeben, in der sie sich gegen eine weitere Zersiedelung aussprachen, ihre Lebensqualität durch das Neubaugebiet in erheblichem Maße eingeschränkt sehen. Die erneute Auslegung des Bebauungsplans wurde einstimmig auf den Weg gebracht.

Im nächsten Tagesordnungspunkt ging es auch schon um die Vergabe von Erschließungsarbeiten. Franz Knab vom Altheimer Ingenieurbüro Schwörer informierte, dass man die Straße Alpenblick fortsetze, am Ende eine Wendeplatte bauen wolle. Das Regenwasser solle vor Ort versickern, wofür ein entsprechendes Becken geplant sei. Die Tief- und Straßenbauarbeiten wurden an die billigste von fünf Bieterinnen vergeben. Für 377 000 Euro erhielt die Firma Hämmerle aus Oggelshausen den Zuschlag.

Außerdem muss ein SammelPumpwerk gebaut werden. Von drei abgegebenen Angeboten sei nur eines gültig gewesen, das der Firma Franz Lohr aus Ravensburg, die für 40 000 Euro den Zuschlag erhielt. „Insgesamt liegen wir im Rahmen der Kostenschätzung“, informierte Knab das Gremium.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel