Radweg Zusage ist wieder Makulatur

Pfronstetten / ab 12.04.2018

Aus Sicht der Gemeinde ist es notwendig und sinnvoll, entlang der Landesstraße L 253 Geisingen-Kettenacker von der Ortslage zumindest bis zur Abzweigung der Gemeindeverbindungsstraße nach Upflamör/Ittenhausen einen separaten Geh- und Radweg anzulegen, teilte kürzlich Bürgermeister Reinhold Teufel dem Gemeinderat mit.

Baulastträger ist das Land Baden-Württemberg, für die Umsetzung ist das Straßenbauamt beim Landratsamt zuständig. Dieses Teilstück war im Radwege-Netzkonzept des Landkreises aus dem Jahr 2010 mit der Priorität „4“ („Maßnahmen, bei denen eine gelegentliche Realisierung wünschenswert ist“) bewertet.

Nachdem die Sache im Rahmen eines Bürgergesprächs im Jahr 2014 in Geisingen angesprochen wurde, konnte die Gemeinde durch Gespräche mit dem Landratsamt erreichen, dass die Dringlichkeit im Radwege-Netzkonzept des Landkreises aus dem Jahr 2015 auf Priorität „1“ (Maßnahmen, die unbedingt erforderlich sind) angehoben wurde, sagte Teufel weiter. Seitens des Landratsamts sei zwischenzeitlich auch signalisiert worden, dass eine Realisierung im Zusammenhang mit der für 2019 geplanten Erneuerung der Kreisstraße zwischen Geisingen und Huldstetten erfolgen könne. Das alle sei inzwischen aber schon wieder Makulatur, so der Bürgermeister.

Anderer Vorrang

Die Landesregierung habe zwischenzeitlich auf Initiative des Verkehrsministeriums das Projekt RadNETZ-BW auf den Weg gebracht. Die darin ausgewiesenen Projekte haben im Grundsatz Vorrang gegenüber anderen Radwegmaßnahmen. Nachdem Radwegabschnitt Geisingen/Kettenacker und Upflamör/Ittenhausen in Konkurrenz zu Maßnahmen des RadNETZ-BW im Zuständigkeitsbereich des Regierungspräsidiums steht, könne eine Planung zum jetzigen Zeitpunkt nicht beginnen.

Mittelfristig und bei Freiwerden entsprechender Kapazitäten will das Regierungspräsidium das Vorhaben starten. Die Bestandsvermessung werde angestoßen, sagte Reinhold Teufel sichtlich enttäuscht.