Gemeinderat xx

Die Münsterschule soll für die Zukunft fit gemacht werden.
Die Münsterschule soll für die Zukunft fit gemacht werden. © Foto: Archiv
Zwiefalten / Reiner Frenz 15.09.2017

Die Zukunftsfähigkeit des Schulstandortes Zwiefalten stand im Mittelpunkt der Sitzung des Gemeinderates am Mittwochabend. Mit diesem Thema beschäftige sich die Verwaltung seit längerer Zeit sehr intensiv, erklärte Bürgermeister Matthias Henne, der auf sinkende Schülerzahlen und den baulichen Zustand der Schule verwies. Das Gebäude befinde sich in einem sanierungsbedürftigen Zustand vor allem auch in energetischer Hinsicht. Weitere große Herausforderungen seien neue Nutzungsanforderungen wie Lernbüros, Ganztagesbetrieb oder Inklusion.

Das Bildungsangebot, so Henne, sei ein wichtiger Standortfaktor. Kommunen würden hier im Wettbewerb zueinander stehen. Deshalb sei es an der Zeit, in den Prozess der Schulentwicklung einzusteigen, und zwar mit allen Beteiligten, Lehrern, Eltern, Schülern, Hausmeister, Verwaltung, Gemeinderat und Schulamt und nicht zuletzt den Bürgern. Diesen komplexen Prozess soll ein Planungsbüro begleiten. In der letzten nichtöffentlichen Sitzung wurde hierfür die nps Bauprojektmanagement GmbH aus Ulm auserkoren.

Thomas Hegele ist Mitarbeiter des Planungsbüros. Er umriss die Maßnahmen, die sein Büro umsetzen wolle. So gehe es im ersten Schritt um die Bestandserfassung, aus der heraus die Bedarfsermittlung entwickelt werde, die wiederum zu einem Szenario führe, zum Ergebnis, was sinnvoll und machbar ist. „Wir bieten nicht die Planung einer neuen Schule an, sondern wollen die richtigen Antworten finden, ihnen eine Entscheidungsgrundlage bieten, was zu machen ist“, so Hegele. Das könne Sanierung, Anbau oder Neubau sein. Bis Februar wolle man die Projektentwicklungsstudie fertig haben, damit bis Oktober 2018 der Förderantrag gestellt werden könne, was sehr sportlich sei.

Klaus Käppeler freute sich, dass der Startschuss für das Projekt erfolge, das ihm schon lange am Herzen liege: „Ich würde mir wünschen, dass der Schulstandort erhalten bleibt“. Auch Maria Knab-Hänle begrüßte das Projekt, nannte es wichtig, alle Beteiligten mitzunehmen.

Mit der Schulentwicklungsplanung wurde vom Gemeinderat einstimmig an die nps Bauprojektmanagement GmbH zum Angebotspreis von 30 000 Euro vergeben.