Fasnet Wirrwarr nach Art der Narren

Steinhilben / Gudrun Grossmann 14.02.2018

Während „Pocahontas“ aus dem Lautsprecher schallt, küssen sich die Höllbachhexen Carina und Ronny Müller. Erst vor fünf Tagen haben sie sich in zivil auf dem Standesamt in Mittelstadt das Ja-Wort gegeben, jetzt streben sie gut gelaunt dem Ende der Fasnet entgegen – bei klirrender Kälte und strahlendem Sonnenschein in Steinhilben. Liebe in närrischen Zeiten. Rund dreitausend Hästräger ließen beim Endspurt nichts unversucht, um die vielen Besucher aus der Reserve zu locken und nochmals zu zeigen, wie quicklebendig und unberechenbar sie sind. So knallten die Peitschen der „Nautle“ aus Burladingen, türmten sich die Hexen, schnatterten die Gänse aus Gauselfingen, marschierten die Urmel aus Rommelshausen brav vor den durchtriebenen Spitzkrautteufeln aus Echterdingen und den behäbigen Spätzlesfressern aus Esslingen. Ein Volk für sich, das alle Narrenfreiheit hat und mit viel Schabernack für Wirrwarr sorgt. 

Adrian Hölz, Werner Bergmann, Mario Heinzelmann und Laura Zeiler verstanden es, die Eigenheiten der 73 Gruppen humorvoll zu vermitteln. Die Schlippr Schlappr Hülaschlappr zeigten sich als vollendete Gastgeber. Jeder, der den Weg nach Steinhilben gefunden hat, wurde furios belohnt.

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