Zwiefalten Weniger Lärm beim Schießen

Eine Reihe von Maßnahmen für den Schallschutz wurden vom Zwiefalter Schützenverein  umgesetzt.
Eine Reihe von Maßnahmen für den Schallschutz wurden vom Zwiefalter Schützenverein  umgesetzt. © Foto: Foto: Reiner Frenz
Zwiefalten / Reiner Frenz 08.06.2018

Die Mitglieder des Schützenvereins Zwiefalten haben in den vergangenen Wochen kräftig geschafft und ihren Schießstand sowie die Schießbahn auf Vordermann gebracht und den geänderten Anforderungen entsprechend gestaltet. „Wir können so weiter mit Großkaliber schießen“, erläuterte Fredi Sembritzki, der das Amt des Ersten Schützenmeisters innehat.

Man habe die Baumaßnahmen schon im vergangenen Jahr durchziehen wollen, ergänzte Oberschützenmeister Samuel Fischer, doch das benötigte Material war seinerzeit nicht erhältlich. Im vergangenen Jahr hatte der Verein auf Aufforderung des Umweltschutzamtes am Landratsamt ein Schallschutzgutachten anfertigen lassen, was immerhin 5500 Euro kostete. Ergebnis: Mit Großkaliber wurde die erlaubte Grenze um 2 Dezibel überschritten.

Kernstück der Maßnahmen zum Schallschutz sind vier Hochblenden in der Schießbahn. Sie bestehen im Kern aus Beton, sind mit Isolierung und Holzverschalung versehen und verfügen über ein Abschlusseisen. Außerdem wurde eine der beiden Betonseitenwände isoliert durch Steinwollmatten, auf die ein Glasfaservlies montiert wurde sowie Latten zur Halterung.

Auch im Schießstand hat sich etwas getan. Die beiden Seitenwände sowie die Decke wurde isoliert. Ausgetauscht werden musste zudem der Kugelfang. Statt einem Altreifengranulat besteht der jetzt aus Sand, aus dem die Kugeln ausgesiebt werden können.

„Das haben wir alles in Eigenleistung gemacht“, berichtet Samuel Fischer. Nach Feierabend und an den Wochenenden wurde gearbeitet, etwa 20 der 94 Mitglieder beteiligten sich an der Aktion. „Insgesamt wurden 400 Arbeitsstunden geleistet“, bilanziert Fischer. Neben dem Gutachten entstanden für das benötigte Material 12 000 Euro an Kosten. Einen Zuschuss gab es für die Baumaßnahme nicht, so dass der Verein jetzt seine finanziellen Reserven aufgebraucht hat, zumal es ein dickes Minus durch die Verpachtung der Vereinsgaststätte gab, die als Metal-Kneipe betrieben worden war (wir berichteten).

Fischer und Sembritzki hoffen, dass nun keine weiteren Kosten auf den Verein zukommen und man sich wieder verstärkt auf den Schießsport konzentrieren kann. Immerhin wurde vergangenes Jahr ein Mitgliederzuwachs verzeichnet, nachdem die Mitgliederzahl in den Jahren zuvor eher rückläufig war. Der Verein beteiligt sich an den Wettkämpfen mit drei Sportpistolen-Mannschaften sowie einer Großkaliber-Mannschaft. Sehr erfolgreich ist auch das Bogenschießen-Team.

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