Zwiefalten Weniger Einschlag, höherer Ertrag

Zwiefalten / Reiner Frenz 15.06.2018

Weniger eingeschlagen, aber mehr Gewinn erzielt: Auf diesen Nenner lässt sich der Rückblick auf das Forstwirtschaftsjahr 2017 bringen, den Matthias Kiess vom Kreisforstamt gemeinsam mit Revierförsterin Nicole Volk im Gemeinderat präsentierte. Die zufällige Nutzung habe mit 298 Festmetern bei 29 Prozent des Vollzugs gelegen, geplant waren 15 Prozent. Neben dem Pilzbefall habe der Borkenkäfer (40 Prozent) eine Rolle gespielt, aber immerhin zehn Prozent seien der Dürre zum Opfer gefallen.

Insgesamt wurden 1042 Festmeter geerntet, geplant waren 1300. Der Löwenanteil fiel auf das Nadelholz (1003 Festmeter). Der Holzmarkt sei stabil gewesen, erklärte Kiess. Die Nachfrage nach Brennholz sei wegen des günstigen Ölpreises rückläufig gewesen. Auf 0,3 statt geplant 0,1 Hektar habe man Kulturen angebaut, vor allem Fichte und Douglasie. Unter dem Strich wurde ein Erlös von 20 095 Euro erzielt, womit man leicht über dem Plan liege.

„Wir sind beim Staatsforst super aufgehoben“, betonte in der Diskussion Siegfried Waidmann. Das werde hoffentlich noch lange so bleiben, sagte Kiess. Ganz aktuell hatte am Dienstag der Bundesgerichtshof die Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf und die Untersagungsverfügung des Bundeskartellamtes in Sachen Holzvermarktung aufgehoben. Die Erleichterung darüber war Kiess anzumerken.

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