Zwiefalten Vortrag: Der Abt und das neue Münster

Zwiefalten / SWP 25.06.2015

Am Freitag, 3. Juli, hält Hermann Josef Pretsch einen Vortrag über Abt Augustin Stegmüller, den Erbauer des neuen Münsters. Beginn ist um 19 Uhr im "Frauenkirchle".

Zur Geschichte: Erst mit 43 Jahren ist Augustin Stegmüller ins Kloster eingetreten. Das war im Jahr 1709. Ein Jahr später legte er die Gelübde ab und bekam sofort eine wichtige Vertrauensstellung im Kloster, nämlich die eines Archivars. Denn er brachte eine außergewöhnliche gute Bildung als Theologe und Jurist mit, die er bei den Jesuiten in Dillingen erworben hatte, das nicht weit weg von seinem Geburtsort Gundelfingen an der Donau liegt. Dass er die Stelle eines Pfarrers auf dem Bussen aufgab, lag an seiner tiefen Religiosität, von der er glaubte, sie im Zwiefalter Konvent besser pflegen zu können. Als Archivar musste er sich sofort mit dem Verhältnis seiner Abtei zum Herzogtum Württemberg befassen, auch zur Reichsstadt Reutlingen, die gerade eine Klage vor dem Reichshofrat in Wien verloren hatte und sich nicht damit abfinden konnte, wie eine polemische Kampfschrift des Reutlinger Magistrats gegen die Abtei zeigt.

Stegmüller verteidigte sein Kloster mit einer umfangreichen Schrift. Im Jahr 1725 legte Abt Beda Sommerberg sein Amt nieder. Stegmüller wurde sein Nachfolger. 1737 starb Abt Beda, und gleich im Jahr darauf begann Stegmüller dieses für Zwiefalten so bedeutende Projekt, den Abbruch des alten und den Bau des neuen Münsters, dessen Vollendung er allerdings nicht mehr erlebte.

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