Freitag, 6. Februar

Werner Lämmerhirt als Musiker und Gitarristen selbst den Nichteingeweihten vorzustellen, hieße sicherlich "Eulen nach Athen zu tragen. Über seine, auch über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannte und anerkannte Kompetenz als Gitarrist, gibt es eigentlich kein Wort mehr zu verlieren. Nach über 40 Jahren musikalischen Schaffens singt Werner nun seit geraumer Zeit eigene deutsche Texte, ohne natürlich sein hinlänglich bekanntes Terrain zu verlassen. Er groovt, rockt, jazzt, swingt in altgewohnter Manier - wenn nicht gar ausgefeilter. Allzu verständlich hier sein Zitat: "Ab und zu muss mal was Neues her, alte Klamotten hat keiner gerne so lange im Schrank". Konzertbeginn im Hirsch in Glems ist um 20.30 Uhr.

Der bereits 2009 von Radio Eins zum "Newcomer of the year" im Bereich Folk/Songwriter geadelte Wahlberliner Lasse Matthiessen webt aus seinen Songs einen neuen, eklektischen Klangteppich: Wildfires verbindet melancholisch-ungestümen Indie-Rock mit brüchig-folkiger Intimität. Matthiessen präsentiert ab 20.30 Uhr mit seiner Band die neuen Songs vom Album Wildfires im Tübinger Sudhaus.

Helter Skelter hat sich dem Classic-Rock der späten 60er, 70er und Anfang 80er Jahre verschrieben und nimmt den Klang dieser Zeit auf, um ihn festzuhalten, weiterzugeben und andauern zu lassen. Sie spielen live die größten Rocksongs aus jenen Zeiten, mit Respekt zum Original, mit Nuancen ihres eigenen Ichs in der Interpretation, aber vor allem mit Liebe und Begeisterung für diese Musik. Ab 20 Uhr rocken sie im Ulmer Roxy.

Samstag, 7. Februar

Unaufhaltsam rocken die kreativen Schwaben um Teufelsgeiger Klaus Marquardt, Sängerin Biggi Binder und Sänger/Songschreiber Markus Stricker das Musterländle und schicken sich an, mit ihrem Vagabundencharme die ganze Republik zu begeistern. Wendrsonn zelebrieren einen virtuosen Folkrock-Crossover, bei dem ordentlich die Fetzen fliegen. Erdige Sinnlichkeit und solistische Schwabenstreiche: Wendrsonn spielen sich die Seele aus dem Leib und proklamieren augenzwinkernd den ultimativen Soundtrack zum neuen schwäbischen Selbstverständnis. Sinn und Unsinn aus dem Land der Dichter, Denker, Räuber und Rebellen. Bei der SWR1 Hitparade 2014 landeten Wendrsonn mit "Da ben i dahoim" auf einem hervorragenden Platz 131. Ab 21 Uhr sind sie im Meidelstetter Adler zu sehen.

Die ehemalige Frontfrau der Band Amparanoia, Amparo Sanchez, Gewinnerin der BBC Music Award 2005, zählt zu den bekanntesten Stimmen Spaniens und zusammen mit Manu Chao zu den größten Stars der Mestizo-Musikszene. Mit Amparanoia hat sie bereits für große Furore auf zahlreichen internationalen Festivals von Roskilde bis zum Rock Festival in Buenos Aires gesorgt. Nach den ersten beiden stellt die überaus sympathische Künstlerin nun auch ihr drittes Soloalbum im franz.K vor.

Florian Sievers von Talking to Turtles gehört ohne Zweifel zu den ganz großen deutschen Songschreiber-Talenten. Drei Jahre sind seit ihrem letzten Album vergangen, im vergangenen Sommer fielen sie hier in der Region durch einen mitreißenden Auftritt beim Burning Eagle Festival auf, jetzt kommen Talking to Turtles alias Florian Sievers und Claudia Göhler mit ihrem mittlerweile dritten Album "Split" wieder auf Tour, machen um 21 Uhr Station im Reutlinger Nepomuk.

Torsten Zwingenberger gastiert mit seiner Formation Berlin 21 ab 20.30 Uhr im Reutlinger Jazzclub in der Mitte. Zwingenberger zählt zu den umtriebigsten Persönlichkeiten der deutschen Jazzszene. Über hundert Konzerte im Jahr, internationale Tourneen und zahlreiche Projekte als Bandleader sowie als Sideman stehen auf seiner Agenda. Seit 1980 lebt Zwingenberger in Moabit, dem zentral gelegenen Berliner Stadtviertel, das früher den Postzustellcode Berlin 21 trug. Inmitten der bunten Moabiter Vielfalt hat Zwingenberger viele seiner legendären Bandformationen gegründet, so auch sein neuestes Projekt: Berlin 21.

Park Stickney aus New York ist derzeit unangefochten die Nr. 1 der Jazzharfe. Seine Shows auf der großen Konzertharfe zeigen das besinnliche Instrument in völlig neuem Gesicht: Virtuos und perkussiv, mit Basslinien, die sich groovend in die perlenden Bebop Läufe eines Miles Davis Stücks weben, tremoloartiges Flirren bei andalusischen Alhambra Klängen oder vielschichtig bei seinen eigenen Kompositionen, die alle Genregrenzen übersteigen. Konzertbeginn im Tübinger Sudhaus ist um 20 Uhr.

Hundreds kennt man laut, tanzend, mit Visuals und im Stroboskoblicht? Im Februar verwandeln sie sich, kehren zum Ursprung zurück. Intimer. Reduzierter. Klavier, Stimme und wenige punktierte Beats & Sounds. Nicht mehr. Beginn im Ulmer Roxy ist um 20 Uhr.

Sonntag, 8. Februar

Unter dem Motto "BirnenBlütenRegen - Theater des Erzählens" steht der Auftritt des Ensemble Phorminx ab 20.30 Uhr im Tübinger Sudhaus.

Montag, 9. Februar

Wer von deutschem Hip Hop spricht, spricht auch immer über Afrob. Nur wenige haben das Genre so geprägt wie er. Dass er seinen Wurzeln treu bleibt und erst recht nichts verlernt hat, zeigen nicht nur diverse Abrisse im vergangenen Festivalsommer und ausgedehnte Touren mit Max Herre - sein 2014er Album "Push" ist Rap in Reinkultur. Ab 20 Uhr ist er auf der Bühne im Reutlinger franz.K zu sehen.

Dienstag, 10. Februar

Celtic Woman feiern 2014 ihr 10-jähriges Jubiläum und bleiben dabei weltweit auf Erfolgskurs mit ihren wundervollen Shows. Die brandneue Bühnenproduktion von Celtic Woman zelebriert das faszinierende keltische Erbe der "grünen Insel" - mit einer phänomenalen Präsentation traditioneller irischen Hymnen, Pop-Klassikern und Eigenkompositionen des Emmy-nominierten Produzenten David Downes. Im Rahmen ihrer The Emerald Tour präsentieren sie ab 20 Uhr in der Stuttgarter Liederhalle (Beethoven-Saal) Songperlen wie "Mo Ghile Mear", "Dulaman", "Nil Se'n La", "Amazing Grace" und "You Raise Me Up".

Donnerstag, 12. Februar

Null Instrumente, nur ein Mikrofon und drei Stimmen, die das alles mehr als wett machen. Muttis Kinder sind eine tolle Brut, der man mit Vergnügen und Bewunderung an den Lippen hängt. Die drei Stimmbandakrobaten erzählen Geschichten, die über den Liedrahmen hinaus ihre ganz eigene Dynamik entfalten. Flankiert von Rock und Jazz, vereinigen sich Improvisation und Perfektion, treffen auf Pop und Klassik und dann direkt ins Schwarze. Achtung: Ihr Konzert im Ulmer Roxy (20 Uhr) ist bereits ausverkauft.