Hohenstein Vergaben verschoben

Hohenstein / REINER FRENZ 24.05.2012
Eine Hiobsbotschaft hatte Bürgermeister Jochen Zeller unter dem Tagesordnungspunkt "Verschiedenes" am Dienstag im Gemeinderat zu verkünden.

Dem Gremium hätte die Vergabe der ersten Gewerke beim Umbau und der Sanierung des Eglinger Gemeindehauses zur Abstimmung vorliegen sollen. Doch das erste Paket an Gewerken habe in der Ausschreibung deutliche Preissteigerungen gegenüber dem Planansatz ergeben. "Teilweise um hundert Prozent und mehr", wie Zeller ausführte. "Damit ist der Kostenrahmen nicht zu halten", so der Bürgermeister.

Er habe deshalb den Bauausschuss einberufen. Ergebnis der Beratungen im Ausschuss: Die Vergabe wird erst einmal verschoben. Es sollen jetzt auch die restlichen Gewerke ausgeschrieben werden. Erst wenn auch diese Ausschreibungsergebnisse auf dem Tisch liegen, wolle man entscheiden, wie weiter zu verfahren sei. Zeller: "Eventuell müssen gewisse Gewerke neu ausgeschrieben werden."

Das hat natürlich Auswirkungen auf den Zeitplan. Die Vergabe der Bauarbeiten wird somit vermutlich erst nach der Sommerpause in der Sitzung Mitte September erfolgen. "Wir wären gerne einen Schritt weiter und hätten mit den Maßnahmen begonnen", betonte Jochen Zeller. Aber jetzt sei es erst einmal notwendig, Klarheit zu haben. Es könne ja auch sein, dass sich die ganze Sache entspanne. Wenn nicht, müsse man sehen, wie man mit der Situation umgehe.

Zur Erinnerung: Letzter Stand der Dinge Ende Januar waren geplante Baukosten in Höhe von rund 911 000 Euro. Bis Dezember war mit der Fertigstellung der Baumaßnahmen gerechnet worden, damit die Eglinger Fasnet nicht gefährdet wird. Dieser Termin ist nach dem jetzigen Stand der Dinge nicht mehr zu halten. Die Eglinger Narren werdens nicht gerne hören.