Riedlingen Verdienstorden des Landes für Winfried Aßfalg

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) mit Winfried Aßfalg nach der Verleihung des Verdienstordens des Landes.
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) mit Winfried Aßfalg nach der Verleihung des Verdienstordens des Landes. © Foto: Staatsministerium
Riedlingen / WALTRAUD WOLF 27.04.2016
Winfried Aßfalg aus Riedlingen gehört zu 22 Persönlichkeiten, denen Ministerpräsident Winfried Kretschmann den Landesverdienstorden verliehen hat.

Es ist der höchste Orden des Landes, der Winfried Aßfalg am vergangenen Samstag zuerkannt wurde. Gewürdigt wurde damit sein umfassendes Engagement für und in Riedlingen und darüber hinaus.

Als Heimatforscher glänzte er, ein Zeichen dafür ist der Landespreis für Heimatforschung 2002 für sein Buch "Strafen und Heilen, Scharfrichter, Bader und Hebammen". Biografien über Künstler - so auch über Johann Joseph Christian - vereinten seine Talente als Forscher, Autor und Fotograf.

Er hat den Altertumsverein Riedlingen nach seiner Wiedergründung 1998 als Vorsitzender zu neuem Leben geführt und steht an der Spitze der ehrenamtlich arbeitenden Mannschaft, die das Museum in der Schönen Stiege zum "Vorbildlichen Heimatmuseum" im Regierungsbezirk Tübingen gemacht hat.

Aßfalg ist es auch gelungen, einen Original-Flügel des in Riedlingen geborenen und in Wien zum kaiserlich-königlich Hofpiano- und Claviermacher avancierten Conrad Graf für die Städtische Galerie als Leihgabe der Pro Arte-Stiftung der Kreissparkasse Biberach zu sichern. Hochrangige Musiker geben darauf Konzerte.

So auch am Samstag, als Aßfalg noch im Schloss in Ludwigsburg bei der Verleihung weilte. "Wir machen die Pause so lange, bis sie da sind", hatte die Pianistin Annette Seiler, die mit der Sopranistin Maria Erlacher-Forster musizierte, Aßfalg versprochen. Denn er freute sich "schon seit einem Jahr" auf das Rondo Capriccioso von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Und es gelang, Aßfalg kam noch rechtzeitig.

Weilte diesmal Regierungspräsident Dr. Jörg Schmidt unter den Zuhörern, so war es im vergangenen Herbst Ministerpräsident Winfried Kretschmann höchstpersönlich. Ihn verbindet mit Aßfalg eine langjährige Fasnets-Freundschaft, die vom Froschkutteln-Essen herrührt. Und beide dürfen sich rühmen, von der Narrenzunft "Gole" als verdiente Männer um die Riedlinger Fasnet zum "Mohren" gewaschen worden zu sein.

Begonnen hat das ehrenamtliche Engagement Aßfalgs als Storchenbeauftragter. In der aktuellen Ausstellung des Fotografen Rupert Leser in der von ebenfalls von ihm betreuten Städtischen Galerie ist Aßfalg beim Beringen von Störchen 1989 zu sehen. 2005 wurde Aßfalg mit dem Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Anlässlich seines 70. Geburtstages machte die Stadt Riedlingen den ehemaligen Sonderschulrektor 2010 zum Riedlinger Ehrenbürger.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel