Gomadingen Union fällt unter die 30 Prozent-Marke

Gomadingen / JÜRGEN KÜHNEMUND 14.03.2016
Der Unionskandidat Karl-Wilhelm Röhm hat den Stimmenanteil in seiner Heimatgemeinde innerhalb von zehn Jahren fast halbiert.

Das waren noch Zeiten als Karl-Wilhelm Röhm in seiner Heimatgemeinde mehr als die Hälfte der Bevölkerung hinter sich hatte. 54 Prozent waren es 2006. Eine böse Niederlage ereilte den Unionspolitiker 2011 als er 15,3 Prozentpunkte verloren hatte, gestern ging es nochmal um 9,2 Prozent runter. 394 Wähler gaben Röhm ihre Stimme, was 29,5 Prozent bedeutete. Fast hätte die Grüne Kandidatin, Kerstin Lamparter, Röhm gar noch eingeholt, denn bei 380 Stimmen fehlten ihr schließlich nur 14 Stimmen zu Platz eins in Gomadingen. Mit 28,4 Prozent legten die Grünen gegenüber 2011 erneut um 8,3 Prozent zu.

Die einstige zweite Kraft in der Gemeinde, die SPD, musste erneut kräftig Federn lassen. 170 Gomadinger gaben Klaus Käppeler ihre Stimme. 12,7 Prozent ist aber ein Minus von 10,8 Prozent, die Partei hat ihren Stimmenanteil also nahezu halbiert.

Einen leichten Stimmenzuwachs meldet die FDP. Andreas Glück erhielt gestern 156 Stimmen, was einem Zuwachs von 2,4 Prozent entspricht. Nach 7,7 Prozent in 2006 und 9,3 Prozent in 2011 sind es in 2016 nun 11,7 Prozent für die Freidemokraten.

Die Linke halbierte ihr Ergebnis von 2011, als sie 3,5 Prozent der Stimmen erhalten hatte. Gestern Abend bedeuteten 22 Stimmen 1,6 Prozent.

Das größte Plus in Gomadingen meldet, wie in nahezu allen Gemeinden auf der Alb, die AfD. 188 Stimmen heimste die rechtskonservative Partei ein und erreichte damit einen Prozentanteil von 14,1. Damit ist sie die drittstärkste Kraft im Ort.