Investition Tickets direkt am Parkplatz kaufen

Dottingen / swp 23.08.2018

Nach langwierigen Vorplanungen und einem entsprechenden Pro­jekt­antrag hat die Skiliftgesellschaft Dottingen jetzt unter der Überschrift „Dottingen aktiv – Sommer wie Winter“ ein Projekt zur Modernisierung auf den Weg gebracht. Das Projektvolumen liegt bei knapp über 300 000 Euro, davon werden gut 100 000 Euro mittels Leader Fördergeldern unterstützt. Bis Ende 2019 werden der Bau eines neuen Betriebsgebäudes sowie umfangreiche Modernisierungen der bestehenden Liftanlage umgesetzt. Beide Maßnahmen haben zum Ziel, dass der Skiliftbetrieb auf lange Zeit gewährleistet werden kann und die Skiliftgesellschaft nicht mehr nur von der Wintersaison finanziell abhängig ist.

Die Skilift Dottingen GbR betreibt seit über 40 Jahren einen vor allem von jungen, einheimischen Familien besuchten Schlepplift. Durch die klimatischen Veränderungen gingen die Betriebstage in den letzten Jahren zurück. Das Wintergeschäft genügt nicht mehr, um einen langfristigen Betrieb der Anlage sicher zu stellen. Auch die warme Jahreshälfte soll künftig für neue Angebote genutzt werden. Darüber hinaus entspricht die bestehende Anlage nicht mehr dem Stand der Technik. Gerade Kinder und Anfänger stellt die Nutzung des Lifts oft vor Probleme. Für Familien als wichtige Zielgruppe fehlt ein Angebot.

Für den Ganzjahresbetrieb fehlt ein zentraler Ausgangspunkt mit Aufenthaltsqualität und sanitären Anlagen nahe der Liftanlage und dem Parkplatz. Ein Ticketverkauf direkt am Parkplatz ist bisher nicht möglich. Auch der Skischule Münsinger Alb, als einem wichtigen Partner für den Betrieb des Skilifts, fehlen Räumlichkeiten. Die Skischule bietet bereits jetzt viele Aktivitäten am Skilift Dottingen an. Benötigt werden Räumlichkeiten an der Piste für einen Aufenthalt während der Skikurse. Darüber hinaus fehlt es derzeit an Platz, um theoretische Skikurseinheiten durchführen zu können. Ebenso fehlen adäquate Lagerräume für die Skischule.

Gerade auch bei Schneemangel kann die neue Hütte als Ausgangspunkt für Rodelwettbewerbe, Schneeburgenbau oder Wintergrillen genutzt werden. Auch private oder öffentliche Feste  könnten dort stattfinden.

Die sanitären Anlagen sowie der Pausenraum erlauben kleinen wie großen Gruppen eine ganzjährige Nutzung der Hütte für unterschiedliche Zwecke. Durch die Hütte ist somit auch ein wesentlicher Grundstein für die Sommernutzung der Liftanlage und des Geländes gelegt.

In der bei Wanderern und Radfahrern sehr beliebten Gegend rund um den Buchhaltekopf könnte auch eine Ladestation für E-Bikes installiert werden. Einen ganz wesentlichen Beitrag kann die Hütte zur Förderung von Sportaktivitäten mit Naturverbundenheit leisten. Dabei sind einerseits durch den Forst oder den örtlichen Schulen geplante und durchgeführte pädagogische Wanderlernpfade denkbar, andererseits entstehen Möglichkeiten zur Schaffung von außergewöhnlichen Sportangeboten wie Seilrutschen oder Kletterparks.

Für die Skiliftgesellschaft soll die Hütte insbesondere die Qualität des Angebots für die Gäste verbessern. Gerade Familien mit kleinen Kindern können sich in Parkplatznähe auf ihren Skitag vorbereiten oder die verdiente Rast in der neuen Hütte verbringen. Durch die dann vorhandenen sanitären Anlagen (mit Wickeltisch) wird der Weg zur Toilette direkt vom Parkplatz aus möglich. Der Verkauf der Skilift-Tickets (Eintrittskarten) kann direkt am Parkplatz abgewickelt werden. Auch könnten weitere Serviceleistungen angeboten werden, unter anderem der Verleih von Wintersportausrüstung.

Das Projekt fördert sowohl die wintersportlichen Möglichkeiten in der Region und steigert die Wettbewerbsfähigkeit der Anlage. Die Beteiligung der Bürger vor Ort ist darüber hinaus ein wichtiges Ziel. Die Qualität der Liftanlage wird durch eine umfangreiche Modernisierung gesteigert.

Die Lage der neuen Hütte bietet zudem die Möglichkeit der barrierefreien Nutzung zum Beispiel mit einer rollstuhlgerechten Toilette. Dadurch können gerade den nahen gelegenen Behinderteneinrichtungen auch die Teilnahme an den verschiedenen Nutzungskonzepten ermöglicht werden. Schon jetzt wird der Rodelhang mit dem Startpunkt im Bereich der Hütte stark durch die Einrichtung für Menschen mit Handicap genutzt.

Die Skiliftgesellschaft hat auf ihrer ordentlichen Gesellschafterversammlung Anfang Juni  mit großer Mehrheit beschlossen, die Investition in die Zukunft einzugehen und trägt selbst einen wesentlichen Teil der Finanzierung durch das vorhandene Eigenkapital.

In der Gesellschafterversammlung wurden auch umfangreiche Änderungen im Gesellschaftervertrag vorgenommen. Jetzt können neue Gesellschafteranteile ausgegeben werden. Thomas Buck, erster Geschäftsführer der Gesellschaft, hofft, dass durch diese Maßnahme weiteres Eigenkapitel eingespielt und neue Gesellschafter hinzugewonnen werden können.

Das Projekt befindet sich aktuell in der erweiterten Planungsphase und insbesondere die Baugenehmigung ist ein wesentlicher Meilenstein. Parallel werden bereits die Modernisierungspläne für die Liftanlage mit der österreichischen Konstruktionsfirma vorbereitet. „Wir hoffen, dass wir noch in diesem Jahr mit den ersten konkreten Maßnahmen beginnen können“ sagte Buck.

Info Interessierte neue Gesellschafter wenden sich per E-Mail an info@skilift-dottingen.de

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