Pfronstetten Teufel will über den Sommer konkrete Zahlen ermitteln

Die beengten Verhältnisse im Pfronstetter Bauhof begutachteten einige Gemeinderäte vor der jüngsten Sitzung.
Die beengten Verhältnisse im Pfronstetter Bauhof begutachteten einige Gemeinderäte vor der jüngsten Sitzung. © Foto: Jürgen Kühnemund
Pfronstetten / Jürgen Kühnemund 20.07.2018

Gut 90 Quadratmeter hat die Halle, zwei halbe Ebenen kommen in der Höhe hinzu, doch neben dem Bauhoffahrzeug finden die Pfronstetter Gemeinderäte kaum Platz. Da kann man von Glück sagen, dass nur die Hälfte der Ratsmitglieder den Vororttermin im Bauhofschuppen beim Feuerwehrhaus wahrnahmen.

Und Bauhofleiter Roland Kurz weiß, was er im Bauhofgebäude hat, oder besser was er nicht hat. Inzwischen ist aufgeräumt und sortiert, Spinde wurden positioniert, doch das ändert nichts an der Ausstattung. Kurz und sein Team müssen  mit einer Steckdose auskommen – die zweite dient der Zeiterfassung – einen Starkstromanschluss gibt es nicht, ebenso Fehlanzeige beim Wasseranschluss, den Toiletten und, im Sommer weniger bedeutend, der Heizung. Abhilfe ist zugesichert, schließlich hat die Gemeinde schon einen Bürocontainer geordert, hier muss aber noch der Brandschutz geregelt werden.

Und so war denn mancher Gemeinderat überrascht, dass sich seit dem letzten Besuch eigentlich nur wenig getan hat. Martin Bodenmiller konnte sich an einen Kostenvoranschlag für die Ertüchtigung des Gebäudes über 20 000 Euro erinnern, zu dem auch der Einbau von drei Sektionaltoren gehörte. „Und genau das dachte ich, ist schon gemacht“, ergänzte Armin Galster. „Ist es nicht und darüber bin ich auch ganz froh“, entgegnete  Bürgermeister Roland Teufel, „die 20 000 Euro stehen uns gut für die weiteren Planungen in Sachen Bauhof“.

Dass etwas geschehen muss, darüber sind sich alle  Beteiligten einig, die Frage ist nur was und wann. Einen millionenschweren Neubau kann die Gemeinde nicht stemmen und bei dieser Summe ist man schnell, wie das Beispiel in Sigmaringendorf zeigt. Dort kostet der neue Bauhof 1,5 Millionen Euro. Zudem gibt es in der Kommune auch Prioritäten. Nach dem DGH in Aichelau kommt das DGH in Aichstetten und wohl erst dann der Bauhof.

Dennoch lässt die Kommune den Bauhofleiter und seine Mannen nicht im Regen stehen. Teufel will zwar am alten Platz im Feuerwehrhaus möglichst wenig investieren, doch nach dem Bürocontainer soll auch eine Maschinenhalle mit Stahldach kommen. Und zwar in absehbarer Zeit. In einer Art Kombisystem könnte dann der Bauhof Zug um Zug ausgebaut werden.  Über die Sommerpause will die Gemeinde konkrete Zahlen ermitteln, versprach Teufel.

Das hörten der Bauhofchef und Josef Heinzelmann nur zu gern. Die nächsten ein zwei Jahre können die mit der jetzigen Situation noch leben, „dann müssen wir aber wissen, wo wir hinwollen“, sagte Heinzelmann.

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