Das Wasserwerk Zwiefalten liefert dabei Trinkwasser an alle zum Zweckverband Albwasserversorgungsgruppe VII - Zwiefalter Aachgruppe angeschlossenen Gemeinden. Die Albwasserversorgungsgruppe VII versorgt seit 1879 Teile der Gemeinden Pfronstetten (Aichstetten, Geisingen, Huldstetten, Pfronstetten, Tigerfeld), Langenenslingen (Dürrenwaldstetten, Ittenhausen) und Zwiefalten (Gauingen, Hochberg, Zwiefalten) sowie der Städte Gammertingen (Kettenacker), Hettingen (Pistre) und Trochtelfingen (Wilsingen) mit Trinkwasser. Über ein 43 Kilometer langes Leitungsnetz und insgesamt sieben Hochbehälter werden jährlich rund 270 000 Kubikmeter abgeben. Die Verbandsverwaltung sitzt bei der Gemeinde Pfronstetten.

Durch die Chlorung in einer Konzentration von 0,2 Milligramm pro Liter wird sichergestellt, dass die Verbraucher jederzeit mit hygienisch einwandfreiem Wasser versorgt werden. Die Konzentration liegt deutlich unter dem in der Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwert und ist für Menschen nicht gesundheitsschädlich.

Die Verbandsverwaltung geht davon aus, dass die technischen Probleme selbst schnell behoben sein werden. Allerdings wird es einige Tage dauern, bis das behandelte Trinkwasser aus den Hochbehältern abgewirtschaftet ist.

Zuletzt musste das Zwiefalter Trinkwasser im November letzten Jahres gechlort werden, nachdem Colibakterien im Wasser gefunden wurden. Eine Woche lang wurde dem Trinkwasser damals aus hygienischen Gründen eine geringe Menge Chlor beigemischt.

Generell sei die Chlorzugabe unschädlich, zur Zubereitung von Säuglingsnahrung sollte es allerdings nicht verwendet werden, teilte die Gemeinde Zwiefalten damals mit. Auch für Aquarien sollte mit Chlor desinfiziertes Trinkwasser nicht benutzt werden.

Die aktuelle Chlorung sei in ihrer Dosierung allerdings so gering, dass auch Dr. Thomas Buckenmaier, Leiter des Kreisveterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes, keinerlei Bedenken anmeldet. Nur bei "ganz empfindlichen Wassertieren", so Buckenmaier, könne es im Einzelfall Probleme geben. "Aber deren Besitzer verwenden meist sowieso nicht das normale Leitungswasser", so Buckenmaier.