Pfronstetten Taktsicher und professionell

Steffen Scherb übernahm am Flügelhorn den ersten Solopart.
Steffen Scherb übernahm am Flügelhorn den ersten Solopart.
Pfronstetten / SABINE HERDER 03.04.2012
Mit dem beliebten volkstümlichen Abend starteten die Pfronstetter Albdorfmusikanten ihr Auftrittsjahr. In der frühlingshaft geschmückten Albhalle präsentierten sie den Gästen musikalischen Hörgenuss.

Bekannt und geschätzt sind die Albdorfmusikanten um den Vorsitzenden Elmar Buck und unter der musikalischen Leitung von Eberhard Faigle beim Blasmusik liebenden Publikum vor allem für ihre böhmisch-mährischen Lieder und Stücke. Ihren 24. volkstümlichen Abend aber starteten die Musiker konzertant und modern. Darin einbezogen waren auch die Jungmusiker, die für einen populären Auftakt sorgten.

Applaus gabs für den Nachwuchs schon vorab, als die 13 jungen Musiker unter der Leitung von Wolfgang Fischer die Bühne betraten. So angespornt fiel es den zwischen zehn und 14 Jahre alten Jungmusikern nicht schwer, das Publikum mit den fürs Konzert einstudierten Stücken zu begeistern: "Like RocknRoll" und "Chariots of Fire" waren moderne Stücke, die der Nachwuchs der Albdorfmusikanten gut meisterte.

Sie sind erst seit einem Jahr dabei und sehen inzwischen ihrer D-1-Prüfung entgegen. Umso erstaunlicher, wie sicher die jungen Leute schon zusammenspielen. Mit den "Pirates of the Caribbean" brachten sie auch noch ein schönes Extra zu Gehör, was die Gäste mit viel Beifall dankten.

Einen sehr flotten und schmissigen Auftakt hatte die aktive Kapelle der Albdorfmusikanten mit dem "Einzugsmarsch" aus Johann Strauss Operette "Der Zigeunerbaron" gewählt. Das mitreißende Stück demonstrierte deutlich die musikalische Qualität der Pfronstetter Blasmusikkapelle, die gut betont, taktsicher und professionell aufspielten. Mit dem "Mährischen Tanz Nr. 4", einer konzertanten Polka mit einzigartigem Charakter, legten die Musiker gleich nach: Die fein nuancierten Instrumente und die einfühlsame Leitung brachten die Besonderheiten des Stückes voll zu Geltung.

Den ersten Solopart übernahm anschließend Steffen Scherb am Flügelhorn in dem Pop-Standard "The Power of Love", - ein Song, der mit berührender Kraft und Eindringlichkeit in den Saal drang. Ähnliche Hinhörer waren die drei Lieder von Top-Gitarrist Eric Clapton, die die Bläser in einem Medley zusammengefasst präsentierten: Die Clapton Welthits "Wonderful Tonight", "Layla" sowie "Tears in Heaven" verlieren auch im Blasmusik-Kleid nichts von ihrem Reiz, schon gar nicht, wenn sie von einer so guten Kapelle gespielt werden.

Mit der Dudelsack-Melodie "Highland Cathedral" beschlossen die Albdorfmusikanten den ersten Teil ihres volkstümlichen Abends, jedoch nicht ohne vor der Pause noch drei junge Musiker zu ehren, die unter großem Einsatz persönlicher Freizeit erfolgreich die D-2-Prüfung abgelegt haben: Selina Renner, Anita Schmid und Steffen Scherb. Gelobt wurden die drei dafür von Bürgermeister Reinhold Teufel, der die Ehrungen mit launigen Worten vornahm.

Begleitet von Denis Rudolf, der im zweiten Teil die Moderation von Sandra Kunzelmann übernahm, brachten die Albdorfmusikanten nach der Pause dann ihre volkstümliche Seite zum Klingen. Böhmische Lieder und Polkas erfreuten die Freunde der Blasmusik, und auch das Gesangsquartett mit Waltraud Herter, Monika Knupfer, Dieter Torner und Ernst Buck setzte dabei - auch im Duett - hörenswerte Highlights.

Der Männergesangsverein Aichstetten, seit 20 Jahren mit seinem schönen Chorgesang ebenfalls Bestandteil des Konzerts der Albdorfmusikanten, konnte diesmal leider nicht auftreten: Zahlreiche Sänger und auch die Chorleiterin sind erkrankt, bedauerte Musikanten-Vorsitzender Elmar Buck, und mussten daher ihre Teilnahme kurzfristig absagen.

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