Windenergie Sowitec fechtet Ablehnung des Windparks Hohfleck an

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A4496/_Felix Kästle © Foto: dpa
Sonnenbühl / swp 31.05.2017

Das Regierungspräsidium Tübingen hat zum 10. Mai  den Widerspruch gegen die Entscheidung des Landratsamtes im Genehmigungsverfahren Windpark Hohfleck zurückgewiesen. In der Begründung greift das Regierungspräsidium die aus dem Genehmigungsverfahren bekannten Argumente der Landesdenkmalpflege auf und bleibt bei der Ablehnung des Windparks aufgrund von denkmalschutzrechtlichen Bedenken. Aufgrund der engen Abstimmung im Genehmigungsverfahren zwischen Landratsamt und der beim Regierungspräsidium angesiedelten Landesdenkmalpflege  hat  Sowitec diese Entscheidung erwartet, heißt es in einer Mitteilung. Nach dem Widerspruchsverfahrens ist nun der Weg frei diese Entscheidung richterlich überprüfen zu lassen. Die Firma hat sich daher entschlossen, vor dem Verwaltungsgericht in Sigmaringen Klage einzureichen, und so doch noch eine Genehmigung zu bekommen.

Auf dem Gebiet der Gemeinde Sonnenbühl  plant Sowitec fünf Windkraftanlagen. Die Windgeschwindigkeit im Projektgebiet wurde über zwei Jahre gemessen und liegt bei sehr guten 6,5 m/s. Die artenschutzrechtlichen Konflikte sind an diesem Standort minimal und durch die hohen Abstände zu den umliegenden Dörfern von über 2000 Meter werden alle Schall- und Schattengrenzwerte weit unterschritten, betont die Firma.

Der Windpark Hohfleck befindet sich in einer Entfernung von 3000 Meter zum Schloss Lichtenstein. Eine Sichtbeziehung zwischen Schloss und Windrädern wird es nur von wenigen Bereichen geben, die Hauptschauseiten des Schlosses, die ‚Postkartenansichten‘, werden weiterhin unbeeinträchtigt bleiben, so die Firmenmeinung.

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