Senioren Seniorennachmittag

Martha Schnizer (rechts) und Martha Koch zählten zu den ältesten Besuchern beim Seniorennachmittag und wurden von Bürgermeister Jochen Zeller mit Blumen begrüßt.
Martha Schnizer (rechts) und Martha Koch zählten zu den ältesten Besuchern beim Seniorennachmittag und wurden von Bürgermeister Jochen Zeller mit Blumen begrüßt. © Foto: Maria Bloching
Hohenstein / Bloching 03.04.2017

„So viele Besucher hatten wir noch nie“, freute sich Bürgermeister Jochen Zeller angesichts der vollbesetzten Tische in der frühlingshaft geschmückten Hohensteinhalle. Zahlreich waren die Senioren gekommen, um einen kurzweiligen und unterhaltsamen Nachmittag zu erleben, um mit anderen ins Gespräch zu kommen, Neues zu erfahren und sich von den Gemeinderäten und ihren Partnern mit Kaffee und Kuchen verwöhnen zu lassen.

Denn Kommune stiftet laut Zeller Verbundenheit und Heimat, sie verspricht Halt und bietet Bodenständigkeit. „Alle kennen sich und es ist ein direkter Austausch möglich“, machte er in seiner Ansprache deutlich. Darin ließ er noch einmal seinen Berlinbesuch auf Einladung des früheren Bundespräsidenten Joachim Gauck im Mai Revue passieren und teilte seine Erkenntnis im Austausch mit zahlreichen Bürgermeisterkollegen aus ganz Deutschland mit: „Uns geht´s gut in Baden-Württemberg, im Schwabenland und auch in Hohenstein“. Allen Bürgern werde hier eine aktive Teilnahme am Gemeindeleben ermöglicht, jeder hätte die Chance sich einzubringen. „Und sehr viele tun das. Nur so können wir gemeinsam unsere Zukunft gestalten“, machte der Schultes deutlich.

Das hätte in besonderer Weise der Arbeitskreis Asyl im vergangenen Jahr gezeigt. „Viele Ehrenamtliche haben sich bereiterklärt, sich um unsere 100 Flüchtlinge zu kümmern, sie mit ihrer neuen Umgebung vertraut zu machen und ihnen das Gefühl von Sicherheit, Frieden und Ruhe zu vermitteln“. Ohne dieses Engagement hätte der Start in die Integration niemals gelingen können. Mittlerweile haben in Hohenstein 43 Neubürger eine eigene Wohnung gefunden, 57 befinden sich noch in Anschlussunterbringung oder in einer vorläufigen Unterbringung. Für Zeller ist diese Unterstützung „gelebte Demokratie“, die auch von Gauck am Tag des Grundgesetzes im vergangenen Jahr in den Mittelpunkt gestellt wurde. Demnach stütze sich das Prinzip der kommunalen Selbstverwaltung auf Vielgestaltigkeit und Lebendigkeit, eine Kommune sei Heimstatt und Werkstatt der Demokratie, ein Ort der Innovation unter Beteiligung vieler Bürger.

So ist auch der Seniorennachmittag jedes Jahr fest im Kalender der Gemeinde  verankert, dieses Mal haben die Gemeinderäte aus Ödenwaldstetten die Organisation übernommen und gemeinsam mit der Musikschule Hohenstein ein unterhaltsames Programm auf die Beine gestellt. Flötengruppe sowie Klavier- und Akkordeonschüler begeisterten mit musikalischen Einlagen und die Jugendkapelle Oberstetten-Bernloch spielte mit flotten Stücken auf, außerdem durften auch die Senioren selbst noch einige Lieder anstimmen.

Auf den traditionellen Jahresrückblick und die Vorausschau verzichtete  Jochen Zeller diesmal, er versäumte aber nicht, die ältesten Besucher des Seniorennachmittages Martha Schnizer, Martha Koch, Anna Roggenstein und Karl Schwarz mit Blumen und Wein ganz besonders zu begrüßen.