Gesellschaft Selbstverständlich gemeinsam

Gemeinsam mit Sponsoren und Gästen feierten die Akteure des Pferdeprojekts „Ross-Connection“ den erfolgreichen Abschluss ihrer Arbeit am Gomadinger Rathaus – dort steht eine der vier Herden.
Gemeinsam mit Sponsoren und Gästen feierten die Akteure des Pferdeprojekts „Ross-Connection“ den erfolgreichen Abschluss ihrer Arbeit am Gomadinger Rathaus – dort steht eine der vier Herden. © Foto: Heike Feuchter
Gomadingen / Von Heike Feuchter 07.05.2017

Monatelang haben sich die Klasse 3 der Sternbergschule und die Senioren der Tagespflege vom Servicehaus Sonnenhalde bei Aktionstagen ausgetauscht, zusammen Ideen entwickelt und künstlerisch umgesetzt. Nun ist das heimatbezogene Pferdeprojekt „Ross-Connection“ symbolträchtig in Gomadingen und Marbach installiert worden und die farbenfrohen und individuell gestalteten Pferdeherden haben Einzug in die Gemeinde gehalten.

Von den gemalten Pferdekopf-Skizzen bis hin zu den auf Pfählen befestigten Pferdekopfskulpturen war es ein langer Weg, den die 12 Senioren und 14 Kinder zusammen mit der künstlerischen Leiterin Regine Autenrieth, Schulleiterin Daniela Halder und Servicehaus-Leiterin Jutta Schlotterer beschritten haben: Da wurde gemalt und geplant, gesägt, geschliffen und gestaltet, diskutiert und analysiert – und jede Menge gelacht. Denn Freude hatten die Mitwirkenden beim heimatverbundenen und wertschätzenden  Kunstprojekt an- und miteinander. Nun schmücken vier Pferdeherden mit insgesamt 60 Pferdeunikaten die Gemeinde: Drei sind verbunden durch einen Rundweg zwischen Schule, Rat- und Servicehaus, eine Herde durfte ins Haupt- und Landgestüt einziehen. „Hand in Hand“ sang der Schulchor beim Eröffnungsfest – und genau das sei im Projekt gelebt worden und habe ihn von Anfang an begeistert erläuterte Bürgermeister und Schirmherr Klemens Betz: „Senioren und Kinder waren gemeinsam gestalterisch unterwegs in Gomadingen, der Pferdegemeinde schlechthin“. Sein Dank galt neben den Ausführenden auch dem Unterstützerkreis aus Sponsoren und Helfern, der das Projekt finanziell, materiell und durch tatkräftiges Mitwirken unterstützt hat.

Regine Autenrieth lobte bei der Vorstellung des Projekts Disziplin, Durchhaltevermögen und Begeisterungsfähigkeit aller Akteure. Bei Entwicklung und Umsetzung hätten beide Seiten voneinander profitiert, mit allen Sinnen erfahren und gelernt und einen umwerfend selbstverständlichen Umgang miteinander gepflegt. Dieser wurde auch in der mitreißenden Tanzperformance „Ross-Rap“ – einer weiteren künstlerischen Ausdrucksform – deutlich sichtbar. Begeistert applaudierten die zahlreichen Besucher beim gemeinsamen fetzigen Auftritt von Jung und Alt.

In Gedichtform hielten Daniela Halder und Jutta Schlotterer Rückblick und verewigten dabei mit Reimen humorig die Namen aller am Projekt Beteiligten, Prozesse, Begegnungen und Anekdoten. Der Nachmittag wurde durch den Förderkreis Sternbergschule mitgestaltet, welcher Leckereien zum Essen bereithielt. Und zum Abschluss gab es eine tolle Überraschung für Kinder und Senioren: Das Haupt- und Landgestüt schickte als Festbeitrag einen mit zwei Pferdestärken ausgestatteten Planwagen, der alle Beteiligten zu Rundfahrten einlud.