Wunderbuch-Grundschule Schulrat spricht von einem Glücksfall

Gruppenbild mit neuer Schulleiterin: Die Kinder der Wunderbuch-Grundschule freuten sich mit Roland Hocker und Udo Paulus vom Schulamt sowie Michaela Buck vom Schulförderverein und Bürgermeister Reinhold Teufel über die Amtseinsetzung von Barbara Unsöld.
Gruppenbild mit neuer Schulleiterin: Die Kinder der Wunderbuch-Grundschule freuten sich mit Roland Hocker und Udo Paulus vom Schulamt sowie Michaela Buck vom Schulförderverein und Bürgermeister Reinhold Teufel über die Amtseinsetzung von Barbara Unsöld. © Foto: Privat
Pfronstetten / ab 12.04.2018

Mit einer stimmungsvollen Feierstunde wurde Barbara Unsöld gestern offiziell als neue Schulleiterin der Pfronstetter Wunderbuch-Grundschule eingesetzt. In den Ansprachen wurde deutlich: Mit dem im Volkslied besungenen „armen Dorfschulmeisterlein“ hat diese Aufgabe heutzutage nichts mehr zu tun.

Seit zehn Jahren ist die Steinhilberin in Pfronstetten tätig, nach dem Weggang von Irina Blaschka hat sie sich in einem Stellenbesetzungsverfahren mit mehreren Bewerbern durchgesetzt und wurde nach längerer kommissarischer Tätigkeit nun auch formal als Schulleiterin eingesetzt.

Nach der charmanten Begrüßung durch Lehrerin Jana Tromsdorf und einem Musikstück der Schüler bezeichnete Schulrat Roland Hocker vom Staatlichen Schulamt Tübingen es als Glücksfall, dass die kleine Schule auf der Alb eine menschlich und fachlich so qualifizierte Rektorin gewinnen konnte. Allerorten begegne ihm die Frage, wie es den grundsätzlich um den Bestand kleiner Schulen bestellt sei. „Solange Sie hier in Pfronstetten Menschen wie Frau Unsöld haben, die sich hier engagieren wollen, ist der Bestand der Schule nicht gefährdet“. Diese deutliche Aussage erfreute Eltern und Gemeindevertreter gleichermaßen.

Als Vertreter des Schulträgers machte Bürgermeister Reinhold Teufel deutlich, dass es der Gemeinderat ernst damit meint, dass die Kinder die Zukunft der Gemeinde darstellen. Nicht nur in die Unterhaltung des Schulgebäudes wurde investiert, auch die für die inhaltliche Entwicklung notwendigen Mittel wurden bereitgestellt, sei es in Sachen Digitalisierung oder auch beim Ausbau der Ganztagsbetreuung. „Wir setzen große Erwartungen in Sie, wir lassen Sie damit aber auch nicht alleine“, so Teufel. Erleichtert zeigte sich auch Michaela Huber, die dem Elternbeirat und dem Schulförderverein vorsteht. Sei man zunächst vom Weggang der Vorgängerin Irina Blaschka geradezu geschockt gewesen, habe sich dann sehr schnell Zuversicht eingestellt, als sich Barbara Unsöld nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen hatte, sich um das Amt zu bewerben.

Das Lehrerkollegium überreichten ein neues, von den Zweitklässlern gestaltetes Türschild für das Chefbüro: „Rektorin – weil Superheldin keine offizielle Berufsbezeichnung ist“ steht darauf zu lesen.

Die mit so viel Vorschusslorbeeren überhäufte Barbara Unsöld machte deutlich, dass sie mit viel Freude diese neue Aufgabe übernehmen werde. Schon als Kind habe sie gemeinsam mit Ihren Geschwistern das Lied vom „armen Dorfschulmeisterlein“ gesungen. „Arm fühle ich mich aber an einer so tollen Grundschule wie der Pfronstetter ganz sicher nicht“.

Sie bedankte sich ausdrücklich bei der Gemeinde und dem Schulförderverein für die tolle Unterstützung in der Vergangenheit und sicherlich auch in der Zukunft. Zusammen mit den übrigen Mitgliedern des Lehrerkollegiums und den Eltern sei es ihr auch nicht bange, die Schule weiterzuentwickeln und in die Zukunft zu führen. Mit einem weiteren Musikstück läuteten die Schulkinder anschließend das Ende des offiziellen Teils ein, dem sich ein gemütliches Beisammensein anschloss.

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