Hayingen Schaffen und Lernen

Die Biosphärengebiets-Partner beim Pflegeeinsatz in Hayingen.
Die Biosphärengebiets-Partner beim Pflegeeinsatz in Hayingen. © Foto: RP Tübingen
Hayingen / EB 13.10.2015
Partner und Geschäftsstelle des Biosphärengebiets haben jetzt gemeinsam mit dem Bund Naturschutz Alb-Neckar zum Erhalt einer von Kalkmagerrasen und Feldhecken geprägten Fläche beigetragen.

Seit Ende 2010 ist die Partner-Initiative des Biosphärengebiets Schwäbische Alb auf über 100 Partner aus den Bereichen Gastronomie, Hotellerie, Natur- und Landschaftsführer, Informationszentren und -stellen, außerschulische Bildungspartner, verarbeitende Unternehmen und Ferienunterkünfte kontinuierlich angewachsen. Damit sich die verschiedenen Partner besser kennenlernen, austauschen und vernetzen können, hat die Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb am Samstag zu einem gemeinsamen Naturschutztag eingeladen.

Den Grund für dieses Treffen an ungewöhnlichem Ort erklärt Lucia Klein, Koordinatorin der Partner-Initiative des Biosphärengebiets Schwäbische Alb: "Das Thema Naturschutz ist ein wichtiger Teil der Partnerschaft." Der gemeinsame Naturschutztag fand bei Hayingen auf einer Fläche des Bund Naturschutz Alb-Neckar statt, auf der sich naturschutzfachlich wertvoller Magerrasen sowie selten gewordene Feldhecken befinden.

Beides sind Lebensraumtypen, die nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie geschützt sind und gefährdeten Arten eine Heimat bieten können. "Damit diese Biotope erhalten bleiben, sind sie auf die Pflege durch den Menschen angewiesen", erläutert Manfred Ludwig vom Bund Naturschutz Alb-Neckar. Für diesen guten Zweck waren die Biosphärengebiets-Partner unter der fachlichen Anleitung der Experten am Samstag fleißig bei der Gehölzpflege und dem Zusammenrechen von Mahdgut.

Neben der praktischen Arbeit standen der Austausch zwischen den einzelnen Partnern ebenso auf der Agenda wie das Kennenlernen der Pflanzen und Tiere, denen das Überleben durch solche Pflegemaßnahmen ermöglicht wird.

Für den Naturschutz können sich jedoch nicht nur die Biosphärengebiets-Partner einbringen. Auch Gäste und Bürger leisten einen Beitrag zum Schutz der schönen Natur im Biosphärengebiet Schwäbische Alb, und zwar beispielsweise mit dem Kauf und Konsum regionaler Produkte oder der Unterstützung der Naturschutzverbände vor Ort. Eine weitere Möglichkeit, hiesige Naturschutzprojekte direkt zu fördern, bieten die Spendenkassen, welche am Naturschutztag durch die Geschäftsstelle des Biosphärengebiets an die Partner übergeben wurden. Die zukünftig über die Biosphärengebiets-Partner gesammelten Gelder werden einmal jährlich zur Umsetzung eines konkreten Naturschutzprojektes eingesetzt. Dieses Projekt wählt der Vorstand des Vereins Biosphärengebiet Schwäbische Alb aus.

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