Gesundheit Rat stimmt für Kooperation

Jürgen Kühnemund 01.04.2017

Die Kliniken im Landkreis Biberach wurden schon 2013 von der Sana Kliniken AG übernommen. Für die Klinik in Riedlingen wurde damals ein Weiterbetrieb bis 2017 zugesichert. Der Gemeinderat Riedlingen hatte daher ein von Professor Alfons Runde entwickeltes Konzept zur Schaffung eines „Gesundheitszentrums Riedlingen am Standort des seitherigen Krankenhauses beschlossen.

Vier Säulen

Dieses Konzept fußt auf vier Säulen. Das klinische Behandlungszentrum soll von den Sana-Kliniken umgesetzt werden, der Wohnpark St. Elisabeth von der St. Elisabeth Stiftung, für das Ärztehaus  und den Bereich des medizinnahen Gewerbes zeichnet die Stadt Riedlingen verantwortlich.

Ideeller Träger dieses Modells ist eine Kooperationsgemeinschaft der Raumschaft Riedlingen, der im Wesentlichen die Gemeinden Altheim, Dürmentingen, Ertingen, Langenenslingen, Unlingen und Uttenweiler angehören. Zwischenzeitlich hat sich auch Zwiefalten dieser Kooperationsgemeinschaft angeschlossen. 

Keine Kosten

Da auch Pfronstetten zumindest teilweise bei der medizinischen Versorgung nach Riedlingen tendiert, hat der Wirtschaftsförderer der Stadt Riedlingen in Pfronstetten um eine Beteiligung nachgefragt, sagte Bürgermeister Reinhold Teufel in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Für Teufel mache es Sinn dieser Kooperationsgemeinschaft beizutreten, zumal es mit keinerlei Kosten für die Kommune verbunden sei. Das sah auch der  Gemeinderat so und votierte einstimmig für einen Beitritt. Ernst Störkle meinte, dass man das Riedlinger Vorhaben soweit wie möglich unterstützen solle, sah aber auch die Zukunft der Gesundheitsversorgung für Pfronstetten eher in Ehingen.

Für Gerd Müller verbaue man sich mit einem solchen Beschluss nichts,  „letztlich geht der Patient aber dahin, wo er will“, so der Ratsherr.