Pfronstetten Präsidium gibt grünes Licht für

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Dorfgemeinschaftshaus Aichelau.jpg © Foto: Gemeinde
Pfronstetten / ab/kü 28.06.2018

Das Regierungspräsidium Tübingen hat das Zielabweichungsverfahren für die Errichtung des Dorfgemeinschaftshauses in Aichelau abgeschlossen. „Dorfgemeinschaftshäuser sind ein wichtiger Bestandteil der Infrastruktur im ländlichen Raum. Die geplante Begegnungsstätte wird eine Bereicherung für das soziale und kulturelle Zusammenleben in Pfronstetten-Aichelau darstellen“, sagte Regierungspräsident Klaus Tappeser.

Wie bereits mehrfach berichtet, plant die Gemeinde Pfronstetten seit mehreren Jahren die Errichtung eines Dorfgemeinschaftshauses in Aichelau. Da sich aber der vorgesehene Bereich innerhalb des im Regionalplan Neckar-Alb als Ziel festgelegten „Regionalen Grünzugs“ befindet und diese Bereiche laut Regionalplan von Bebauung grundsätzlich frei zu halten sind, stand diese raumordnerische Festsetzung einer Bebauung entgegen. Daher hatte die Gemeinde beim Regierungspräsidium Tübingen ein Zielabweichungsverfahren beantragt.

Nach Prüfung der eingereichten Unterlagen und der eingegangenen Stellungnahmen hält das Regierungspräsidium Tübingen die beabsichtigte Errichtung eines Dorfgemeinschaftshauses in Aichelau unter raumordnerischen Gesichtspunkten für vertretbar und hat die Abweichung vom Ziel der Raumordnung „Regionaler Grünzug“ zugelassen. Das teilte das Präsidium gestern mit.

Im Rahmen des Zielabweichungsverfahrens hat man in Tübingen die entgegenstehenden Interessen abgewogen. Dabei wurde erkannt, dass der Regionalverband Neckar-Alb dem Freiraumschutz und damit auch der Beibehaltung von kompakten Siedlungsstrukturen eine hohe Bedeutung zugemessen hat.

Andererseits wurde aber berücksichtigt, dass die Gemeinde das Dorfgemeinschaftshaus als Ensemble mit mehreren Nutzungsmöglichkeiten plant und es für diesen Raumbedarf in Aichelau keine Standortalternativen gebe, die nicht von einem regionalen Grünzug überlagert seien, heißt es in der Mitteilung weiter.

Darüber hinaus sei das gewünschte Dorfgemeinschaftshaus eingebettet in ein Gesamtkonzept zur Entwicklung der öffentlichen Infrastruktur in Pfronstetten. Im Ergebnis ist das Regierungspräsidium Tübingen zu der Einschätzung gelangt, dass das Interesse der Gemeinde an der Realisierung des Dorfgemeinschaftshauses überwiegt. Die Gemeinde kann nun das Bebauungsplanverfahren weiterführen.

Kurz und knapp fiel der Kommentar von Bürgermeister Reinhold Teufel aus auf Anfrage dieser Zeitung: „Ich bin hocherfeut“.  In Kürze werde nun der bereits beschlossene Bebauungsplanentwurf ausgelegt, die Träger öffentlicher Belange gehört. Das Planwerk soll im September vom Gemeinderat abgesegnet werden um umgehend ein Baugesuch einzureichen. Damit seien dann die Voraussetzungen geschaffen um Zuschüsse zu erhalten.

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