Am Samstag gingen im polnischen Torun die Segelkunstflug-Weltmeisterschaften zu Ende. Nach einem verpatzten WM-Auftakt startete das Hayinger Trio um den deutschen Meister Jens Holnaicher in die letzten beiden Durchgänge: Jeweils ein den Piloten bis 24 Stunden vor dem Start Unbekanntes Programm. Dabei hatten die Piloten an den Tagen mit recht kräftigen Winden zu kämpfen. Für Holnaicher liefen beide Flüge recht flüssig, so dass er in Durchgang 3 mit Platz 14 in der Tageswertung abschloss und den 4. Durchgang mit Platz 19, wobei er hier durch starken Windversatz bei einem sonst sehr soliden Flug viele Punkte einbüßte. Auch Simon Greis flog ohne eine Figur zu nullen weiter und holte jeweils Platz 12 und Platz 18 in den jeweiligen Tageswertungen. Einzig Dennis Konieczny hatte größere Schwierigkeiten mit den Unbekannten Programmen, was ihn mit zwei genullten Figuren Platz 23 und 29 bescherte.

Solide Flüge

Im Gesamtranking schlossen die Hayinger Kunstflieger jedoch als beste Deutsche ab: Simon Greis landete auf Platz 20, direkt dahinter Jens Holnaicher auf Platz 21, welcher seine eine genullte Figur aus dem ersten Programm nicht mehr wet machen konnte. Dennis Konieczny musste sich mit Platz 32 von 35 begnügen. Weltmeister wurde in der Advanced-Klasse Gustav Salminen aus Schweden. In der Team-Wertung erreichte das Team Germany den fünften Platz.

Kleine Teilerfolge

„Den ersten Flug in so einem Wettbewerb zu verpatzen, war für mich wie mit dem falschen Fuß aufzustehen“, meinte Holnaicher zu seinem Abschneiden: „Wir haben dennoch unser Bestes gegeben und wenigstens kleine Teilerfolge wie die Top 10 Platzierung in der ersten Unbekannten erreicht.“ Für den Deutschen Meister war es der letzte Wettbewerb in der Advanced-Klasse: Er wechselt, wie auch sein Team-Kamerad Simon Greis, in die Königsklasse „Unlimited“.

In dieser Unlimited-Klasse lief es für das Deutsche Team etwas besser als in der Advanced: Ebenfalls Newcomer Moritz Kirchberg (Hessen) konnte sich bis auf Rang 5 vor fliegen, Bronze-Medallien Gewinner der World Games Eugen Schaal (NRW) erreichte Platz 7. Gesamtweltmeister wurde zum dritten Mal in Folge der Ungare Ferenc Toth.