Riedlingen Petermann: "Ich werde nicht zurücktreten"

Riedlingen / UD 23.05.2012

Unter "Bekanntgaben" bezog Bürgermeister Hans Petermann Stellung zum Kliniken-Kreistagsbeschluss und erläuterte den Gemeinderäten sein Abstimmungsverhalten. Er habe sich gegen die Riedlinger Klinik entschieden, wird dem Stadtoberhaupt vorgeworfen und in einem Leserbrief sein Rücktritt als Bürgermeister gefordert. Das werde er nicht tun, sagte er am Montagabend. Bemerkenswertes sei in den vergangenen 14 Jahren mit dem Gemeinderat und seinen Mitarbeitern geleistet worden. Das wolle er auch weiterhin tun, um "noch möglichst viel für die Stadt und den Raum Riedlingen zu erreichen".

Wesentlich lieber gewesen wäre es ihm, dem von Josef Martin eingebrachten Antrag zuzustimmen, der eine verbindliche Einbeziehung aller Standorte in das Bieterverfahren privater Interessenten verlangte.

Doch habe er dafür keine Möglichkeit gesehen, nachdem sich der Aufsichtsrat eindeutig für ein Einstandort-Modell ausgesprochen hatte und die Gefahr bestand, dass sich dem auch der Verwaltungs- und Finanzausschuss anschließe.

Nur durch die Formulierung der möglichen Optionen für eine Weiterführung der Kliniken in Laupheim und Riedlingen hätten die Befürworter der Einstandort-Lösung auf einen entsprechenden Antrag verzichtet. Jetzt gehe es darum, aus der Sicht Riedlingens das Beste daraus zu machen. Darum habe er sich seit Monaten hinter den Kulissen bemüht und werde das auch weiter tun ohne vertrauliche Gespräche in die Öffentlichkeit zu tragen. Vielleicht ergäbe sich auch eine Einzellösung für Riedlingen. Erfreulicherweise wolle jetzt die Kassenärztliche Vereinigung alle niedergelassenen Ärzte im Einzugsbereich von Riedlingen zu einem Gespräch einladen. Er suche auch das Gespräch mit dem sozialen Netzwerk, den Klinik-Mitarbeiter-Vertretern und der Bürgerinitiative. "Dabei geht es nicht um Vergangenheitsbewältigung, sondern um realistische Konzepte für die Zukunft".