Dorfhock Oberstetter Dorfhockete

Ohne sie geht gar nichts: das Küchenteam bei der Oberstetter Dorfhockete.
Ohne sie geht gar nichts: das Küchenteam bei der Oberstetter Dorfhockete.
Oberstetten / Sabine Herder 14.08.2017

Schon zum traditionellen Fassanstich am Samstag um 17 Uhr zeigten sich viele Oberstetter in bester Hocklaune vor dem Dorfgemeinschaftshaus. Dort boten große Schirme Schutz – nicht vor Sonne, sondern vor nasskaltem Regen. Der 34. Dorfhock in der Hohensteiner Gemeinde zeigte sich zum Auftakt nicht gerade von sommerlichen Temperaturen verwöhnt, der Sonntag hingegen versöhnte immerhin mit Sonnenschein.

Die Verantwortlichen der Oberstetter Verein, zusammengefasst im Förderverein, strahlten trotz der miesen Witterung Optimismus aus. Frisch und locker spielte die Jugendkapelle Oberstetten/Bernloch zum Auftakt auf, und auch die fleissigen Helfer in den Lauben waren durchweg guter Dinge.

 Willi Baier, stellvertretender Bürgermeister (Bürgermeister Jochen Zeller weilt derzeit im Urlaub), freute sich, dass die Dorfhockete schon zum Fassanstich recht gut besucht war. Spannend war wie immer natürlich der Anstich selbst! Vorsichtshalber banden sich alle umstehenden Helfer adrette blaue Dorfhock-Schürzen um, doch Baier machte seine Sache gut: Mit drei kräftigen Schlägen, bei denen auch ein Glas dran glauben musste, zapfte er das 30-Liter-Fass an und füllte Krug um Krug mit dem schäumenden Gerstensaft. Die Vereinsvorstände brachten den Gästen das Freibier an die Biertische, so dass das Schlangestehen diesmal entfiel.

 Auch am Backhausstand beim Dorfgemeineschaftshaus war am frühen Samstagabend noch kein Schlangestehen notwendig. Die lecker belegten Scherrkuchen fanden dennoch viele Abnehmer, die sich die Backhaus-Spezialität zum Freibier schmecken ließen. Und auch Pommes hatten Konjunktur, so dass den netten Helfern in der Küchenlaube nicht kalt wurde.

 Kulinarisch ist beim Oberstetter Dorfhock wirklich für jeden was dabei, wie ein Blick auf die ausgelegte Karte zeigte: Schnitzel mit Salat, Schnitzelburger, Schupfnudeln, Rote, Currywurst, Pommes,Wilde Kartoffeln und Salatteller gab‘s für das leibliche Wohl, in der Pfarrgarage wurden darüber hinaus warme Seelen, Maultaschen und Waffeln geboten. Die Weinlaube ergänzte ihr Angebot für Viertelesschlozer mit schmackhaften Käsehäppchen und Zwiebelkuchen. Über 100 Helfer, so Willi Baier, sind beim Dorfhock im Einsatz für die perfekte Bewirtung.

 Dass bei der Oberstetter Dorfhockete alle Vereine an einem Strang ziehen, ist spürbar: Der Hock strahlte schon zu Beginn viel Harmonie und Atmosphäre aus, da kann das Wetter sein, wie‘s will! Vom leichten Nieselregen, der am frühen Abend noch einsetzte, ließ sich daher auch keiner vergraulen. Zur musikalischen Unterhaltung spielte ab 19 Uhr der Musikverein Stetten/Hörschwag auf.

 Am Sonntag gab‘s zu gelegentlichem Sonnenschein zünftige Musik von den Albdorfmusikanten Pfronstetten, am Abend zum Ausklang von den Eglinger Heimatmusikanten. Spielstraße und Hammellauf boten Höhepunkte für den Nachwuchs, die große Kuchenauswahl versüsste den Gästen einen gemütlichen Nachmittag.