Pfronstetten Noch fehlt grünes Licht aus Tübingen

So soll das Dorfgemeinschaftshaus in Aichelau einmal aussehen.
So soll das Dorfgemeinschaftshaus in Aichelau einmal aussehen. © Foto: Privat
Pfronstetten / Jürgen Kühnemund 20.06.2018

Die Gemeinde Pfronstetten treibt den Bebauungsplan „DGH Aichelau“ voran, schließlich will man spätestens 2020 mit dem Neubau des Dorfgemeinschaftshauses beginnen.

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats stand der Entwurfs- und Auslegungsbeschluss an. Dazu war Clemens Künster vom gleichnamigen Planungsbüro nach Pfronstetten gekommen, der die eingegangenen Stellungnahmen der Träger öffentlich belangte und von privater Seite erläuterte.

Das größte Problem ist, dass der Neubau in einem regionalen Grünzug liegt. Daher musste im Vorfeld ein Zielabweichungsverfahren vorgenommen werden, das belegt, dass es keine anderen Standorte gebe. Das Ergebnis des Zielabweichungsverfahren lag bis zur Sitzung noch nicht vor. Künster geht aber davon aus, dass das Regierungspräsidium eine positive Aussage treffen werde, „zumindest hat man mir das so aus Tübingen signalisiert“, sagte Künster. Denn erst mit dieser Zusage können das eigentliche Bebauungsplanverfahren weitergeführt werden. Insofern sei es möglich, schon jetzt den Auslegungsbeschluss zu tätigen, da keine Änderungen am Bebauungsplanentwurf zu erwarten seien.

Künster erläuterte auch noch zwei weitere wesentliche Anregungen, die in das Planwerk mit eingearbeitet werden müssen. Das notwendigerweise vorab erstellte Lärmgutachten enthält Vorgaben für den Betrieb des Dorfgemeinschaftshauses, speziell des Saals. So müssen ab 22 Uhr die Fenster und Türen nach Westen hin verschlossen werden, um die Richtwerte einzuhalten. Und hinsichtlich einer privaten Stellungnahme konnte belegt werden, dass es durch den Neubau zu keinen wesentlichen Nachteilen für die angrenzenden Wohnbauflächen kommen kann.

Der Gemeinderat beschloss nach diesen Ausführungen die vorgelegte Planfassung im Entwurf. Dieser Entwurf wird jetzt noch einmal öffentlich ausgelegt.

Und das DGH Aichelau beschäftigte den Gemeinderat noch bei einem weiteren Punkt. Es ging um die Vergabe der Elektroplanung. Schließlich muss das Baugesuch spätestens bis September vorliegen, um die entsprechenden Zuschussanträge zu stellen, wie Bürgermeister Reinhold Teufel ausführte. Diese Arbeiten übernimmt, nach Votum des Gemeinderats, das Büro E-Plan Mändle GmbH aus Laichingen für rund 11 500 Euro. Für Josef Heinzelmann war dies jedoch ein „recht stattlicher Betrag“. Für Schultes Teufel war diese Summe doch nicht außergewöhnlich. „Das deutsche Planungsrecht ist nun mal so“.

22

Uhr und dann ist noch nicht Schluss, es müssen aber die Fenster und die Türen des neuen Aichelauer Dorfgemeinschaftshauses nach Westen hin verschlossen werden.

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