Zweckverband Neue Straße wird nach Kleiner benannt

Engstingen / Reiner Frenz 03.04.2018

Die Verabschiedung des Haushalts 2018 stand im Mittelpunkt der Verbandsversammlung des Zweckverbands Gewerbepark Engstingen-Haid am Donnerstagabend. Verbandsrechnerin Regina Schmitz erläuterte die Eckdaten des Zahlenwerks, das letztmals in der gewohnten kameralen Form vorlag. Das Haushaltsvolumen beträgt demnach 2,46 Millionen Euro, wobei 1,19 Millionen auf den Verwaltungs- und 1,27 Millionen auf den Vermögenhaushalt entfallen. Im Verwaltungshaushalt kann eine Zuführungsrate von 161 000 Euro an den Vermögenshaushalt erwirtschaftet werden. Die Einnahmen aus Gewerbe- und Grundsteuer sind mit 678 000 Euro kalkuliert.

Größter Brocken im Vermögenshaushalt ist die Erschließung des Gewerbegebiets „Erweiterung Nord“. Insgesamt 678 000 Euro müssen für Straßenbau und Kanalisation aufgewendet werden. Für den Breitbandausbau werden Kosten in Höhe von 245 000 Euro eingestellt. Es wird hier mit Zuschüssen in Höhe von 160 000 Euro gerechnet.

Um die Investitionen des Vermögenshaushalts zu stemmen, bedarf es einer Rücklagenentnahme in Höhe von 711 000 Euro.  Neue Kredite werden keine aufgenommen. Getilgt werden 275 000 Euro, so dass die Schulden auf 3,31 Millionen Euro sinken. Die Rücklagen werden Ende 2018 auf 880 000 Euro geschmolzen sein. In der Diskussion sprach Verbandsvorsitzender Mario Storz von einem stabilen Haushalt. Zum vierten Mal hintereinander komme man ohne Umlagen aus den Verbandsgemeinden aus. Durch die Ansiedlung weiterer Unternehmen werde man weitere Gewerbesteuereinnahmen generieren.

In der Versammlung ging es auch um die Straßenbezeichnung im Gebiet „Erweiterung Nord“, damit Firmen, die sich in diesem Bereich ansiedeln wollen, eine Adresse haben, wie Vorsitzender Mario Storz erläuterte. Es müsse sich um einen unverwechselbaren Namen handeln, der nicht im Zusammenhang mit dem Bestandsgebiet stehe. Man schlage daher vor, die Straße nach dem ersten Verbandsvorsitzenden Klaus-Peter Kleiner zu benennen, der maßgeblichen Anteil an der Gründung des Gewerbeparks gehabt habe. „Wir sind der Meinung, das wäre eine passende Würdigung seiner Verdienste“, meinte Storz. Marianne Herter pflichtete ihm bei: „Das wäre in seinem Sinne gewesen. Der Gewerbepark war Kleiners Kind.“ Einstimmig wurde beschlossen, die Straße, die von der Erwin-Rommel-Straße abzweigt, als „Klaus-Peter-Kleiner-Straße“ zu bezeichnen.