Marbach Musik und Pferdedarbietungen unter freiem Himmel

Neuerung im Jubiläumsjahr des Haupt- und Landgestüts: Gestütsleiterin Astrid von Velsen-Zerweck und Intendant Cornelius Grube in der Arena, in der dieses Jahr erstmals die Marbach Classics stattfinden. Foto: Joachim Lenk
Neuerung im Jubiläumsjahr des Haupt- und Landgestüts: Gestütsleiterin Astrid von Velsen-Zerweck und Intendant Cornelius Grube in der Arena, in der dieses Jahr erstmals die Marbach Classics stattfinden. Foto: Joachim Lenk
Marbach / JOACHIM LENK 12.02.2014
Anlässlich des 500. Geburtstages des Haupt- und Landgestüts Marbach gibt es dieses Jahr etwas ganz Besonderes: Die Marbach Classics werden Anfang Juli erstmals unter freiem Himmel vorgetragen.

Marbach Classics, das sind tanzende Pferde und klassische Musik, die das Haupt- und Landgestüt zum fünften Mal zusammen mit der Württembergischen Philharmonie Reutlingen in Marbach veranstaltet. Bislang fanden die stets ausverkauften Vorstellungen in der Reithalle mit jeweils 1200 Besuchern statt. Da das älteste deutsche Staatsgestüt dieses Jahr seinen 500. Geburtstag feiert, gibt es das Pferdeballett mit sinfonischer Livemusik erstmals unter freiem Himmel in der Gestütsarena, wo in einer großen Konzertmuschel die rund 60 Musiker der Württembergischen Philharmonie Reutlingen am 4. und 5. Juli spielen werden.

Die Pferde kommen dieses Jahr aus verschiedenen europäischen Staatsgestüten, verrät Gestütsleiterin Astrid von Velsen-Zerweck. Sie spricht von "einem großen Spektakel", das Marbach so noch nicht gesehen hat.

Mit Tieren, Reitern und Fahrern tragen die ausländischen Gestüte den europäischen Gedanken auf die Schwäbische Alb. So präsentieren zum Beispiel Abordnungen aus Lipizza (Slowenien) und Kladruby nad Labem (Tschechien) die Vielfalt der Pferderassen, von mächtigen Arbeitspferden über seltene Spezialrassen, die einst zur Repräsentation an kaiserlichen Höfen gezüchtet wurden, bis zu modernen Sportpferden.

Die Besucher erleben eine musikalische Zeitreise durch 500 Jahre Geschichte, in denen der Hufschlag der Pferde das Tempo in Krieg und Frieden, auf Reisen, in der Landwirtschaft und bei gesellschaftlichen Anlässen bestimmten. Temperamentvolle Weil-Marbacher Vollblutaraber, barocke Lipizzaner und prächtige Altkladruber sind einige Höhepunkte dieses "Sommernachtstraums", so von Velsen-Zerweck.

Damit auch das Wetter mitmacht, spielen die Philharmoniker garantiert nicht "Waterloo", sondern Tschaikowskys "Blumenwalzer" aus dem "Nussknacker", schmunzelt Intendant Cornelius Grube. Er weiß, dass nicht nur bei den Musikern, sondern auch bei Chefdirigent Ola Rudner die Vorfreude auf Marbach "riesengroß ist". Der Stardirigent aus Schweden dirigiert auch die fünfte Auflage der Marbach Classics. Für ihn ist es eine große Herausforderung , die Abstimmung zwischen dem Takt der Pferde und der Musik zu meistern.

Derzeit ist das Orchester dabei, die passende Musik für das zweistündige Konzert auszusuchen. Von der Klassik bis zur Moderne ist alles dabei. Bei deutschen Pferden sind Komponisten wie Johannes Brahms gefragt, bei den französischen Tieren zum Beispiel Claude Debussy und bei den polnischen Pferden Frederic Chopin. "Die beiden Veranstaltungen im Juli werden noch reizvoller, noch attraktiver und noch sehenswerter als die vorangegangenen", verspricht Intendant Grube.

Info Die Marbach Classics findet am 4. und 5. Juli in der Gestüts-Arena im Haupt- und Landgestüt in Marbach statt. Beginn ist jeweils um 20.30 Uhr. Der Eintritt kostet 49 Euro (Jugendliche bis 15 Jahre 44 Euro). Karten ab 13. Februar bei allen Easy-Ticket-Vorverkaufstellen und unter

Telefon: 07 11/2 55 55 55. Die Biosphären-Gastgeber bieten Essen und Getränke an beiden Abenden an.

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